Alten- und Pflegeheime

Tipps und Hinweise

Der Name einer Einrichtung – ob „Seniorenresidenz“ oder „Altenwohnheim“ – sagt nicht unbedingt verbindlich etwas über das Leistungsangebot aus. Sie sollten sich auf jeden Fall genau über jede in Frage kommende Einrichtung informieren und am besten die Häuser besichtigen bzw. falls angeboten, das Probewohnen in Anspruch nehmen.

„Ihre Rechte als Heimbewohnerinnen und Heimbewohner“ – Diese Broschüre des Bundesministeriums können Sie bei allen Beratungsstellen Menschen und Pflege erhalten. Dort gibt es auch eine Liste, worauf Sie bei der Auswahl eines Heimplatzes achten sollten.

Leistungen der Sozialhilfe können grundsätzlich nicht für die Vergangenheit erbracht werden. Um Nachteile zu vermeiden, ist es empfehlenswert, sich spätestens am Tage der Heimaufnahme mit dem Sozialamt in Verbindung zu setzen.

Jedes Heim ist gesetzlich verpflichtet, Interessenten über das Leistungsangebot und das hierfür geforderte Entgelt zu informieren. Hierbei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass unmissverständlich deutlich gemacht wird, welche Einzelleistungen in dem geforderten Preis enthalten sind (z. B. Fußpflege, Getränke, Körperpflegeartikel, Reinigung der Bekleidung).

Lassen Sie sich die Veranstaltungsprogramme der letzten Monate zeigen. Fragen Sie nach, wie die ärztliche Versorgung (Hausarzt, Zahnarzt, Augenarzt usw.) sichergestellt wird. Freie Arztwahl muss gewährleistet sein.

Wichtig ist auch die Ausstattung mit Personal. Erkundigen Sie sich, welche berufliche Qualifikation die leitenden Angestellten und die sonstigen Beschäftigten mitbringen, ob ausgebildete Altenpflegerinnen und Altenpfleger beschäftigt werden und wie der Personalschlüssel im Pflegebereich aussieht, d. h., wie das Verhältnis von Pflegepersonal zu pflegebedürftigern Bewohnern ist.

Schließlich ist zu klären, wieweit in der ins Auge gefassten Einrichtung der Gedanke der Partnerschaft zwischen Heimträger und Heimbewohner ausgeprägt ist. Dies kann in Gesprächen mit der Heimleitung, den Heimbeiratsmitgliedern oder dem Heimfürsprecher sowie den Bewohnern in Erfahrung gebracht werden.

Partnerschaft bedeutet die respektvolle Beachtung der Würde des alten Menschen, die Berücksichtigung seiner Interessen unter Beachtung des Grundsatzes:

Nur soviel Reglementierung wie nötig, soviel Freiraum wie möglich.

Lassen Sie sich auch die Hausordnung aushändigen. Prüfen Sie genau, wieweit hierin der Tagesablauf der Bewohner reglementiert wird (z. B. Ausgangszeiten, Besuchsregelung, Hausschlüssel, Tierverbot) und ob Sie mit solchen evtl. Einschränkungen leben wollen.

Die Atmosphäre eines Heimes ist entscheidend dafür, ob man sich darin wohl fühlt und das Heim als sein Zuhause empfinden kann.

Falls Sie weitere Hinweise, Ratschläge oder sonstige Anmerkungen haben, teilen Sie diese doch bitte unter der E-Mail-Adresse pflegeberatung@kreis-coesfeld.de oder per Post an den Kreis Coesfeld, Abteilung 50.2  - Hilfe in besonderen Lebenslagen, 48651 Coesfeld mit.

Auch bei 

können Sie sich an die o. g. Adressen wenden.



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