Kreis Coesfeld bereit für Start der Modellphase - Einzelprojekte sollen Aufschluss über Auswirkungen auf Pandemiegeschehen geben

Am heutigen Freitag (23.04.2021) hat der Kreis Coesfeld mit den Städten und Gemeinden die letzten Feinheiten der Maßnahmen im Zusammenhang mit der „Modellregion Kreis Coesfeld“ abgestimmt. Wie berichtet hat das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen unter anderem den Kreis Coesfeld ausgewählt, um modellhaft und in einzelnen Bereichen zu erproben, welchen Einfluss eine zaghafte Öffnung auf das Pandemiegeschehen haben kann. Dem Vorangegangen waren zahlreiche Abstimmungen mit dem Wirtschaftsministerium sowie innerhalb der kommunalen Familie.

 

„Wir fokussieren uns im Kreis auf die Bereich Sport und Kultur, aber auch der Baustein ‚Jugend‘ ist uns sehr wichtig“, teilt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr mit. An insgesamt acht Standorten wird es dabei Veranstaltungen im Bereich Kultur geben. Hier stehen beispielsweise die beiden Freilichtbühnen in Billerbeck und Coesfeld, aber auch die kreiseigenen Kulturzentren der Burg Vischering und Kolvenburg im Fokus der Modellphase. Zudem wird auch „Unser Leohaus“ in Olfen für Veranstaltungen geöffnet. Weitere Maßnahmen folgen in Rosendahl, Senden und Dülmen im Laufe des Mais. Im Bereich Sport sieht die Öffnungsstrategie vor, dass in Coesfeld, Billerbeck und Lüdinghausen die (Frei-)Bäder öffnen. In Herbern werden Kurse zur Erhöhung der Schwimmsicherheit und -auffrischung angeboten. Darüber hinaus erhalten der DJK VfL Billerbeck, der TC Billerbeck und der ASV und VfL Senden die Möglichkeit, Sportangebote im Freien zu unterbreiten. Der Bereich Pferdesport wird in Dülmen und Ascheberg eingeschränkt ermöglicht. „Besonders wichtig und schön ist es, dass mit dem ‚JuNo‘ in Nordkirchen ein Angebot für junge Menschen wiederauflebt“, freut sich der Landrat, und ergänzt: „Die Eindämmung und Bekämpfung der Pandemie bleibt ganz klar die oberste Priorität!“

Die Kriterien, die für die Modellregionen gelten, hatte das Ministerium vorab festgelegt. So müssen alle, die die Leistungen in Anspruch nehmen wollen, ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Dies gilt auch für Kinder ab dem Schuleintritt, auch wenn sie noch keine 15 sind. Zudem sind viele digitale Bausteine in dem Modellprojekt zu beachten. „Von der Reservierung/Anmeldung bis zur Kontaktnachverfolgung – wir wollen die digitalen Lösungen einsetzen und weiterentwickeln“, sagt auch Bürgermeistersprecher Wilhelm Sendermann. Außerdem müssten die ausgearbeiteten Hygienekonzepte eingehalten werden. „Es muss uns allen klar sein: Öffnungen gibt es nicht flächendeckend und nach Verlassen der Einrichtung sind die eingeübten Hygieneregeln wieder vollumfänglich einzuhalten“, mahnt Sendermann.

Die Modellphase wird seitens des Landes wissenschaftlich begleitet. Sollten sich während der Erprobungsphase Erkenntnisse ergeben, die eine Zunahme der Infektionszahlen zur Folge haben, wird der Kreis direkt reagieren. „Das Land und wir haben klare Abbruchkriterien definiert“, teilt Kreisdirektor Dr. Linus Tepe mit.

Alle Vorgaben wird der Kreis Coesfeld in einer Allgemeinverfügung regeln, die derzeit in der finalen Abstimmung mit den zuständigen Ministerien ist. Sobald dort die „Ampel auf grün“ geschaltet wird, wird sie öffentlich bekannt gemacht.

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