Zeitenwende - Freiherr vom Stein und die Westfalen / Kulturhistorische Sonderausstellung der Burg Vischering ab 7. Februar

Er starb kaum mehr als 20 km von der Burg Vischering entfernt auf seinem Schloss Cappenberg, das heute, wie die Burg Vischering, Teil des Netzwerks Burgen und Schlösser des Münsterlandes ist. Reformator Freiherr vom Stein übte unter preußischer Krone um 1800 einen enormen gesellschaftlichen und politischen Einfluss auf die Bevölkerung Westfalens aus.

Freiherr vom Stein, Ölgemälde von Heinrich Graf Luckner (1930), Kunstbesitz Kreis Unna © Restaurierungsatelier Kerkhoff + Vogel

Ab dem 7. Februar widmet ihm die Burg Vischering mit „Zeitenwende – Freiherr vom Stein und die Westfalen“ eine kulturhistorische Sonderausstellung und markiert damit den Auftakt des Festjahres zum 750-jährigen Burgjubiläum.

Es ist die Zeit eines Umbruchs, die französische Fremdherrschaft und das Gedankengut der Aufklärung prägen die Gesellschaft, als Freiherr vom Stein 1807 die Bauernbefreiung einleitet und im Folgejahr die kommunale Selbstverwaltung begründet. Welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf das Selbstverständnis des westfälischen Adels, aber auch die Lebenswelten des aufstrebenden Bürgertums, der Bauern und des Militärs haben, zeigt die Ausstellung anhand von Porträts unterschiedlicher Protagonisten. Wie keine andere gesellschaftliche Schicht, steht der Adel vor der Herausforderung, im Spagat zwischen alter Tradition und neuem Geist einen Weg zu finden, die Umbrüche zu meistern, ohne dabei Macht und Status, Besitz und Familie zu verlieren. Ein spannendes Thema, für das die Burg Vischering weit mehr als nur eine beeindruckende Kulisse bietet.

Eine Vielzahl spannender Exponate – darunter hochkarätige Leihgaben und noch nie gezeigte Werke aus der eigenen Sammlung der Burg Vischering – führt Besucher zurück in die Zeit zwischen 1751 und 1848. Im Fokus der Ausstellung steht dabei die kulturhistorische und politische Bedeutung, die das Wirken Freiherr vom Steins für das Münsterland mit dem damaligen Kreis Lüdinghausen und dem Altkreis Coesfeld hat.

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen muss die Ausstellung zunächst ohne Publikumsbesuch stattfinden - auf www.burg-vischering.de wird sie derzeit virtuell aufbereitet. Sobald es die Pandemielage im Frühjahr erlaubt, öffnet sie ihre Pforten auch für einen realen Besuch. Ausstellungsende ist schließlich am 30. Mai.

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