Sitzung des Kreistages des Kreises Coesfeld

Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Lokales Bündnis für Familien

BezeichnungInhalt
Sitzung:23.02.2005   KA/011/2005 
Beschluss:Kenntnis genommen
Vorlage:  SV-7-0137 

 

 

 


LR Püning führt einleitend aus, dass es sich bei dem nunmehr vorgelegten Bericht lediglich um einen Zwischenbericht handelt. Dieser beinhalte eine Darstellung des Sachstandes. Diesem Zwischenbericht seien die zwischenzeitlich eingereichten Meldungen zweier Gemeinden sowie das Prognos-Gutachten beigefügt.

Gleichzeitig teilt LR Püning mit, dass sich die Städte Coesfeld und Dülmen nicht an der Umfrage beteiligen werden, da sie über ein eigenes Jugendamt verfügten.

 

Ktabg. Dinkler verweist auf den Beschluss des Kreisausschusses vom 01.12.2004, wonach zunächst eine Bestandsaufnahme der bestehenden Aktivitäten und Tätigkeiten des Kreises, der freien Träger und der Gemeinden aufzustellen und vorzulegen sei. Man müsse zunächst abwarten, bis mehr erfasst sei, um hieraus Schlüsse zu ziehen.

 

Ktabg. Dabbelt führt aus, dass nach den Unterlagen der Kreis Coesfeld gut dastehe und man lediglich geringe Defizite bei den Betreuungsmöglichkeiten sehe. So sei in der Gruppe A eine fehlende Betreuungsmöglichkeit für Kinder geäußert worden. Die Politiker sollten deshalb möglicherweise ihre Einstellung zur Betreuung überdenken. Mit Erstaunen hätte sie nun feststellen müssen, dass die im Antrag der SPD-Fraktion genannten Beispielkommunen für Lokale Bündnisse für Familien in Nürnberg und Leipzig auf Grund ihres schlechten Abschneidens im Prognos-Gutachten keine guten Beispiele seien. Weiter warnt sie vor einem zusätzlichen organisatorischen Überbau auf Kreisebene. Es solle zunächst geschaut werden, was vor Ort geschehe, dieses solle begleitet werden.

 

Ktabg. Prof. Dr. Voß unterstreicht, dass die kommunalen Aktivitäten nicht die ehrenamtlichen verdrängen bzw. überlagern dürften, da letztere sehr effizient seien und die Betroffenen sich dort wohl fühlten. Dieses müsse bei der Bestandsaufnahme berücksichtigt werden.

 

Ktabg. Pieper führt aus, dass die fehlende Kinderbetreuung das große Manko sei.

 

Ktabg. Bergmann verweist auf den schriftlichen Antrag seiner Fraktion und macht deutlich, dass die gute Entwicklung des Kreises Coesfeld und seine Situation jetzt genutzt werden solle, um Entwicklungen zu lenken bzw. zu korrigieren.

 

LR Püning verweist auf die Diskussion in der Bürgermeisterkonferenz und erklärt, dass die Beantwortung der Anfrage des Kreises angesichts der Belastungen durch Hartz IV seitens der Gemeinden zunächst zurückgestellt worden sei. So solle nach dem Ergebnis der Diskussion ein besonderer Schwerpunkt auf die Betreuung der unter 3-jährigen Kinder gelegt werden, da hier ein Defizit bestehe.

LR Püning schlägt daher vor, den Schwerpunkt der Aktivitäten zunächst auf diesen Bereich zu setzen und hierfür ein Konzept zu entwickeln. Dies schließe weitere Aktivitäten im Bereich der Städte und Gemeinden nicht aus. Der Kreis solle sich aber auf seine originären Zuständigkeiten konzentrieren.

 

Ktabg. Bergmann hält es ebenfalls für richtig, bei diesem komplexen Thema Schwerpunkte zu setzen. Er würde es begrüßen, wenn der Landrat z.B. Experten aus Beispielsstädten bzw. der Servicstelle einladen würde, um über die dortigen Aktionen zu berichten.

 

LR Püning schlägt vor, dass zunächst eine Konzeption über eine Betreuung der Kinder unter drei Jahren unter Federführung des Jugendhilfeausschusses erarbeitet werde. Daneben bestehe durchaus die Möglichkeit, Vertreter der Servicestelle in den Ausschuss einzuladen.

 

Zwischen den Fraktionen besteht Konsens über das weitere Vorgehen.