Sitzung des Kreistages des Kreises Coesfeld

Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Zukunftsorientierte Handlungsfelder vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung

BezeichnungInhalt
Sitzung:13.06.2006   AfFWuK/002/2006 
Beschluss:geändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 12, Nein: 0, Enthaltungen: 0, Befangen: 0
Vorlage:  SV-7-0454 
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Die Verwaltung wird beauftragt, einen Demografiebericht – wie in der Vorlage beschrieben – anzufertigen.

 


AL Tranel trägt anhand einer PP-Präsentation,  wie in der Anlage dargestellt vor. Er listet die bisherigen Informationen und Beratungen der Politik zum Thema ebenso auf, wie die verschiedenen vorliegenden Bevölkerungsgutachten für den Kreis Coesfeld. Mittels einer Grafik verdeutlicht er, das diese zwar die gleiche, ansteigende Tendenz aufzeigen, aber die  prognostizierten Dynamik  der Entwicklung erheblich voneinander abweicht.

Anschließend verdeutlicht Herr Tranel den Verwaltungsvorschlag zur inhaltlichen Abarbeitung des Themas. Neben der Beleuchtung und Festlegung des demographischen Rahmens, sollten demnach Standort- und Strukturmerkmale und das Verwaltungshandeln in aktuellen und neuen demografieorientierten Handlungsfeldern aufgezeigt werden. Damit solle der Demografiebericht Auftakt und Grundlage für die politische Diskussion über Strategien in Bezug auf den demografischen  Wandel bilden. Eine Vorlage eines solchen Berichtes solle in der ersten Sitzungsfolge des Jahres 2007 erfolgen.

 

Ktabg. Dinkler begrüßt den eingeschlagenen Weg und erklärt, dass bereits bei Einbringung des Antrages der SPD einige Punkte angesprochen wurden. Die finde er auch in diesem Vortrag wieder. Es bestehe Einigkeit darüber, dass der Prozess begleitet werden müsse. Seines Erachtens sind jedoch folgende Handlungsfelder zu ergänzen :

 

-          Freizeit und Erholung

-          Innovationspotential.

 

Ktabg. Bergmann begrüßt ebenfalls, dass nun der von der SPD-Fraktion beantragte Weg eingeschlagen werde. Die SPD-Fraktion habe bereits einen Bericht erstellen lassen, der schon bei den Haushaltsberatungen der Fraktion Berücksichtigung gefunden habe. Er bietet an, die erarbeiteten Grundlagen zur Verfügung zu stellen.

 

Ktabg. Bergmann bedauert, dass der Antrag der SPD-Fraktion bisher eher zögerlich aufgegriffen worden sei. Eine Abstimmung des SPD-Antrages – so Ktabg. Bergmann – sei  nicht mehr notwendig, wenn über die Verwaltungsvorlage abgestimmt würde. Der Beschussvorschlag solle jedoch um den Passus „einen Demografiebericht anzufertigen“ ergänzt werden. Er hält es für notwendig, dass man sich auf eines der vorliegenden Demografiegutachten festlegt. Er kritisiert den vorgesehenen Zeitplan als zu langfristig.

 

Ktabg. Dinkler  widerspricht, dass bisher nichts geschehen sei. Es sei bereits einiges eingeleitet worden, was sich entwickeln müsse. Die benannten Handlungsfelder würden bereits derzeit bearbeitet. Insofern bringe auch der SPD-Antrag nichts eigentlich „Neues“ hervor.

 

Ktabg. Bergmann erwidert, dass Handlungsfelder wie „ambulant vor stationär“ bereits zu einem Zeitpunkt von der SPD-Fraktion vorgeschlagen worden seien, als sich die Mehrheitsfraktion dieser Themen hätte annehmen wollen.

 

Ktabg. Suntrup betont, dass eine Bestandaufnahme wichtig sei und man statt  Schnellschüsse Prioritäten in der Abarbeitung setzen müsse. Daher sei ein Zeitplan zu erstellen, wann welche Aufgaben sachgerechtbewältigt werden können.

 

Diese Einschätzung wird auch von Ktabg. Dabbelt geteilt. In den vergangenen Jahren habe man zudem noch nicht auf Grundlagen wie die Pestel-Studie oder LDS-Berichte zurückgreifen können. 

 

Ktabg. Kohaus misst der Vorlage eines Demografieberichtes eine hohe Bedeutung zu und bedauert den aus seiner Sicht zu weit vorgeschrittenen Zeitplan.

 

LR Püning zeigt sich erfreut, dass das Thema von allen Fraktionen angenommen wird. Er weist darauf hin, dass man bei der Zeitplanung bewusst den anstehenden Beratungen zum Haushalt 2007 ausweichen wolle. Zudem sei infolge eines personellen Wechsels eine wahrscheinlich zu erwartende Vakanz in der Leitung der Abteilung 61 zu berücksichtigen. Die Formulierung des Beschlussvorschlages in der Verwaltungsvorlage  nehme die Intention auf, die mit dem SPD-Antrag verfolgt werde.  

 

Ktabg. Dinkler schlägt vor, die von der Verwaltung vorgegebene Vorgehensweise unter Hinzufügung des Änderungsvorschlages zu akzeptieren. 

 

 

 

 

 


Form der Abstimmung:               offen per Handzeichen

Abstimmungsergebnis:               einstimmig