Sitzung des Kreistages des Kreises Coesfeld

Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Early Excellence Centre - Vorstellung durch Frau Marlies Leifken, DRK-Kreisverband Coesfeld

BezeichnungInhalt
Sitzung:16.10.2008   JHA/038/2008 
Beschluss:Kenntnis genommen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Nach kurzer Abhandlung der Tagesordnungspunkte 2 und 3 des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Gesundheit durch Vorsitzenden Specker beendet dieser die Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Gesundheit. Es folgen die Tagesordnungspunkte 2 bis 8 der Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Hierzu begrüßt Vorsitzende Haselkamp nochmal die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses.

 

Zum Thema „Early Excellence Centre“ begrüßt Vors. Haselkamp Frau Marlies Leifken vom DRK-Kreisverband Coesfeld.

Frau Leifken erläutert anhand der als Anlage beigefügten Übersichten den pädagogischen Ansatz und die Ziele der Early Excellence Centres. Sie lädt zum Abschluss ihres Vortrags alle Anwesenden zur Aufttaktveranstaltung für das Projekt „Early Excellence Centre im Kreis Coesfeld“ am 24.11.2008 in den Alten Kindergarten, Nottuln, ein.

 

Vors. Haselkamp dankt Frau Leifken für ihren engagierten und aufschlussreichen Vortrag und gibt den Ausschussmitgliedern Gelegenheit, Fragen an Frau Leifken zu richten.

 

Ktabg. Pieper merkt an, dass nach dem Vortrag bei den Early Excellence Centres die individuelle Förderung der Kinder im Mittelpunkt stehe. Dieses sei wünschenswert für jede Bildungseinrichtung. Sie erkundigt sich, ob dieses mit der öffentlich geförderten Personalausstattung in den Tageseinrichtungen realisiert werden könne und wie die Eltern, insbesondere alleinerziehende Mütter, beim Konzept der Early Excellence Centre einbezogen werden.

Frau Leifken antwortet, dass die drei vom DRK als „Pilot-Einrichtungen“ für den Early-Excellence-Ansatz ausgesuchten Kindertageseinrichtungen den gleichen finanziellen und personellen Bedingungen wie alle anderen Einrichtungen unterliegen würden. Auch wenn die Ausgangsbedingungen aus ihrer Sicht besser könnten sein könnten, sei ein Start und eine Verbesserung der Qualität der pädagogischen Arbeit möglich. Dieses stelle jedoch hohe Anforderungen an die Mitarbeiter und erfordere Unterstützung durch die Eltern. Die Eltern würden laufend über die Entwicklung ihrer Kinder und die Arbeit des Early Excellence Centre informiert und immer einbezogen, auch wenn dieses ggf. Besprechungen außerhalb der Öffnungszeiten in den Abendstunden oder am Wochenende bedeute.

 

Mitglied Breitling-van de Pol bezieht sich auf die Erfahrungen mit Early Excellence Centre in England und erkundigt sich ob das System der Early Excellence Centres auf die vorschulische Bildung beschränkt ist.

Frau Leifken verneint dieses. In England greife das System der Early Excellence Centres auch auf Schulen über. Dieses sei dort u.a. durch die räumliche Nähe zu den Grundschulen gewährleistet.

 

Ktabg. Hülk fragt, ob diese Schulen auch in sozialen Brennpunkten gelegen seien.

Frau Leifken erwidert, dass dieses der Fall sei. Die Klientel bestehe häufig aus „sehr einfachen Familien“. Sie weist darauf hin, dass in Großbritannien viel Geld in die Early Excellence Centres investiert worden sei, während hier nur die zugrundeliegende Pädagogik aufgegriffen werde.

 

Ktabg. Kuhlmann bedankt sich für einen sehr engagierten und begeisternden Vortrag. Der größte Gewinn bei dem Projekt sei, dass man sich neu auf die Kinder besinne. Sie lobt die Arbeit der Erzieherinnen, dieses neben der alltäglichen Arbeit zu leisten.