Sitzung des Kreistages des Kreises Coesfeld

Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Kostenrechnende Einrichtung Rettungsdienst
hier: Bericht über das Betriebsjahr 2003

BezeichnungInhalt
Sitzung:17.06.2004   AföSGuV/019/2004 
Beschluss:Kenntnis genommen
Vorlage:  SV-6-0895 
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Sitzungsvorlage Dateigrösse: 39 KB Sitzungsvorlage 39 KB

Beschluss:

 

ohne

 

Der Bericht über das Betriebsjahr 2003 der kostenrechnenden Einrichtung „Rettungsdienst“ wird zur Kenntnis genommen.

 

 


Vorsitzender Suntrup weist auf die Beschlusslage des Ausschusses hin, nach der eine jährliche Berichterstattung über das abgelaufene Betriebsjahr der kostenrechnenden Einrichtung Rettungsdienst erfolgen solle.

 

KOI Neimeier erläutert anhand von Projektionsfolien (Abdrucke waren der Sitzungsvorlage bereits beigefügt) wesentliche Aussagen des Berichtes.

 

Ktabg. Terwort stellt einen hervorragend funktionierenden Rettungsdienst im Kreis Coesfeld fest. Lt. Kreistagsbeschluss sollen 95 % aller Eintreffzeiten unterhalb der 12-Minuten-Grenze liegen. In Havixbeck sei zwar eine Verbesserung eingetreten, gleichwohl gebe es aber noch Defizite, die es zu beheben gebe. Zwischenzeitlich gewonnene Erkenntnisse sollten sofort und zügig umgesetzt und damit nicht erst bis zum nächsten Bedarfsplan gewartet werden. 187 Fälle mit Überschreitung der Eintreffzeiten seien nicht befriedigend. Diese Fälle bedürften weiterer Aufklärung. Ermittelt werden solle, wie viele Einsätze hätte Rosendahl von welchen Orten fahren müssen. Es stelle sich die Frage, ob der Einsatz eines GPS-Leitsystems zur Verkürzung von Eintreffzeiten führen könne.

 

KOVR Böwing sichert zu, dass die Anregungen aufgenommen werden. Die Begründung für weitere Anfahrtwege sei sicherlich sehr grob. Sinnvoll sei allein eine Erfassung im Rahmen der digitalen Einsatzaufzeichnung, deren Durchführbarkeit geprüft werde. Ungünstig sei eine spätere manuelle Nacherfassung. Überprüft werden auch Einflussmöglichkeiten auf Einsätze, in denen das erstzuständige Rettungsmittel bereits im Einsatz ist und der Rettungswagen einer weiter entfernteren Wache alarmiert werden muss.

 

Ktabg. Schulze Zumkley weist auf die kürzlich in einem Supermarkt für 379,00 € angebotenen Pocket PC mit GPS-Navigationssystem hin.

 

KOI Neimeier und KOVR Böwing beziehen sich auf überschlägige Berechnungen für eine GPS-Lösung. Unabhängig von Handhabungsproblemen sei derzeit eine umfassende Lösung noch unwirtschaftlich.

 

Ziel dieser Sitzung, so Vorsitzender Suntrup, sei festzustellen, dass es einen hervorragenden Rettungsdienst im Kreis Coesfeld gebe, noch Schwachstellen vorhanden seien, die es abzustellen gelte und es immer wieder weite Anreisewege sowie Überschneidungen bei Einsätzen geben werde.

 

Ktabg. Lonz: 98 % Zielerreichung wäre auch schön.

 

Ärztlicher Leiter Dr. Schonlau weist auf oft fehlendes aktuelles Kartenmaterial hin. Digitalisierte Kartenauflagen ließen noch länger auf sich warten. Interessanterweise gebe es Verlustzeiten überwiegend bei der Aufsuche des Einsatzortes in Neubaugebieten und nicht in den Bauernschaften. Das Einsatzpersonal verfüge über hervorragende Ortskenntnisse. Angaben über Neubaugebiete lägen ihnen jedoch häufig nicht vor. 98 % Zielerreichung wäre zwar schön, 100 % aber noch besser. Dieses Ziel würde aber wohl nicht erreicht werden können. Probleme würden aus vielen Gründen entstehen, z. B. aus dem Anruf des Rettungsdienstes für Indikationen, die auch der Hausarzt behandeln könne.

 

Ktabg. Wiegmann erinnert erneut an den Einsatz eines zweiten Rettungswagens für Dülmen. Die Anzahl der Einsätze, bei denen die Hilfsfrist nicht eingehalten wurde, könne dadurch merklich zurückgehen.