Impfung gegen das Coronavirus

Impfstelle im Kreis Coesfeld

Der Kreis Coesfeld bietet seit dem 03. September 2022 in seiner Impfstelle in Lüdinghausen wieder Corona-Schutzimpfungen für Erwachsene und Kinder (ab 5 Jahre) an. Die Impfstelle Lüdinghausen (Seppenrader Straße 18, 59348 Lüdinghausen) öffnet zunächst samstags in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr. Es werden nur Personen geimpft, die einen Termin gebucht und sich registriert haben.

Angeboten wird der Impfstoff von BioNTech/Pfizer für die Grundimmunisierung und ein angepasster mRNA-Impfstoff (an BA.1 und BA.4/5-Variante) für Auffrischimpfungen. Ab dem 08.10.2022 wird zudem der Ganzvirusimpfstoff von Valneva für eine Grundimmunisierung für Personen zwischen 18 und 50 Jahren angeboten.

Termine zu den Grund- und Auffrischungsimpfungen können unter https://impfen.kreis-coesfeld.de gebucht werden. Die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur ersten und zweiten Corona-Auffrischungsimpfung, aber auch zu den empfohlenen Impfabständen wurden in dem veröffentlichten Beschlussentwurf zur STIKO Impfempfehlung vom 20. September 2022 angepasst. Ziel der erweiterten Empfehlung ist es, dem STIKO-Papier zufolge, schwere Corona-Verläufe und Todesfälle bei besonders gefährdeten Personen zu verhindern. Der Beschlussentwurf zur aktuellen Impfempfehlung zur COVID-19-Impfung kann in der vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Pressemitteilung (www.rki.de; Rubrik ‚Aktuelles‘) vom 20. September 2022 nachgelesen werden.

 

Geflüchtete aus der Ukraine

Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine zum Thema COVID-19-Impfung sowie Informationspakete und Formulare in ukrainischer Sprache finden Sie unter der Seite FAQ der Ukraine-Hilfe.

Informationen zum Proteinimpfstoff Novavax – auch im Zusammenhang mit vorherigen Impfungen/Infektionen:

Seit dem 20. Dezember 2021 ist der Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax in der EU zugelassen. Die STIKO empfiehlt den Impfstoff zur Grundimmunisierung von Personen ab 12 Jahren. Hierbei sind zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 3 Wochen zu geben. Als vollständig geimpft gelten dann Personen, deren Zweitimpfung mindestens 14 Tage her ist. Die Anwendung von Nuvaxovid während der Schwangerschaft und Stillzeit wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfohlen.
Bei dem Impfstoff handelt es sich um einen sogenannten Proteinimpfstoff. Coronaviren tragen Spike-Proteine als Teil ihrer Hülle, die den Eintritt des Virus in die menschlichen Zellen ermöglichen. Die COVID-19-mRNA-Impfstoffe enthalten den Bauplan dieses Spike-Proteins, der Körper stellt die Spike-Proteine nach der Impfung selbst her. Das Immunsystem des Geimpften erkennt das Spike-Protein als Fremdkörper, aktiviert Abwehrzellen und bildet Antikörper sowie Abwehrzellen. Im Fall von Novavax hingegen werden Teile des Spike-Proteins künstlich hergestellt und direkt in den Körper gespritzt. Das Immunsystem reagiert und baut eine entsprechende Abwehr auf. 

Eine Impfung mit Novavax ist im Falle eines positiven Corona-Tests erst mit einem Abstand von mindestens 4 Wochen möglich. 
Eine Auffrischungsimpfung mit Novavax wird grundsätzlich nicht durchgeführt. Sie erfolgt nur nach ärztlichem Ermessen im Ausnahmefall.
Nach einer ersten Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech oder Moderna) ist eine Impfung mit Novavax nur vorgesehen, wenn eine medizinische Kontraindikation bezüglich eines mRNA-Impfstoffes vorliegt (schwere allergische Reaktion, Unverträglichkeit Polyethylenglykol).
Eine Zweitimpfung nach einer ersten Impfung mit einem Vektorimpfstoff (Johnson & Johnson oder AstraZeneca) ist dagegen möglich.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Coesfeld

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Adresse der Impfstelle

Impfstelle Lüdinghausen

ehem. Autohaus Schopp
Seppenrader Straße 18
59348 Lüdinghausen

Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus

Eine erste Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) grundsätzlich allen bereits doppelt geimpften Personen ab 12 Jahren, deren letzte Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Die Impfempfehlung richtet sich auch an Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche (2. Trimenon). 

Eine zweite Auffrischungsimpfung empfiehlt die STIKO folgenden Personengruppen:

  1. Menschen ab 60 Jahren, 
  2. Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreute in Einrichtungen der Pflege sowie für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, 
  3. Menschen mit Immundefizienz ab dem Alter von 5 Jahren und 
  4. Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere solche mit direktem Kontakt zur Bewohnerschaft bzw. zu Patientinnen und Patienten. 

Der Abstand zwischen der ersten und zweiten Auffrischungsimpfung soll für die vorgenannten Gruppen mindestens sechs Monate betragen.

Die Auffrischungsimpfung soll entsprechend der Empfehlung der beim Robert Koch-Institut angesiedelten „Ständigen Impfkommission“ (STIKO) unabhängig von den zuvor verwendeten Impfstoffen mit einem sogenannten mRNA-Impfstoff erfolgen. DIe STIKO empfiehlt die Verwendung des Impfstoffes Comirnaty (BioNTech/Pfizer) für unter 30-Jährige und das Vaxin Spikevax (Moderna) für alle 30-jährigen Personen und älter.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse kommen zu dem Ergebnis, dass die Auffrischungsimpfungen gut vertragen werden.

Mittlerweile liegen umfangreiche Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit der in Deutschland zugelassenen Covid-19-Impfstoffe vor. Aufgrund dieser Daten ist die STIKO zu dem Ergebnis gekommen, dass kein Mindestabstand zwischen einer Covid-19-Impfung und der Grippe[1]impfung erforderlich ist. Beide Impfungen können zeitgleich erfolgen. Allerdings kann es bei der gleichzeitigen Verabreichung der Impfstoffe nach bisherigem Wissensstand eher zu Impfreaktionen kommen, die aber bereits nach kurzer Zeit abklingen sollten. Es spricht daher auch nichts dagegen, zwei Termine für die unterschiedlichen Impfungen zu vereinbaren. Auch hier gilt: Sprechen Sie am besten Ihre betreuende Ärztin bzw. Ihren betreuenden Arzt darauf an.

In Pflegeeinrichtungen sollten alle Bewohnerinnen und Bewohner – unabhängig von ihrem Alter – das Angebot einer Auffrischungsimpfung in Anspruch nehmen. Aufgrund des Zusammenlebens vieler Menschen ist dort das Infektionsrisiko erhöht. Die STIKO empfiehlt auch dem Personal in Pflegeeinrichtungen und in weiteren Einrichtungen zur Betreuung und Versorgung besonders infektionsgefährdeter Personen eine Auffrischungsimpfung. Damit können sie sowohl sich selbst als auch die in den Einrichtungen versorgten Personen bestens gegen das Virus schützen.

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