Sitzung des Kreistages des Kreises Coesfeld
BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:SV-9-0827  
Art:Sitzungsvorlage  
Datum:16.05.2017  
Betreff:Bericht zur Elternbefragung "Flexible Öffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen"
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Sitzungsvorlage Dateigrösse: 158 KB Sitzungsvorlage 158 KB
Dokument anzeigen: Anlage 1 Dateigrösse: 69 KB Anlage 1 69 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2 Dateigrösse: 7 MB Anlage 2 7 MB
Dokument anzeigen: Anlage 3 Dateigrösse: 227 KB Anlage 3 227 KB
  • Symbol Briefumschlag

Beschlussvorschlag:

 

-       ohne   -

 

 

 

Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.


Begründung:

 

I.   Problem


II.  Lösung

 

III. Alternativen

 

IV. Auswirkungen / Zusammenhänge (Finanzen, Personal, IT, sonstige Ressourcen)

 

V. Zuständigkeit für die Entscheidung


I. – V.

Auf Antrag der FDP-Kreistagsfraktion wurden in den Kreishaushalt 2016 insgesamt 50.000 EUR zur Ermittlung der konkreten Bedarfe für flexible Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen eingestellt.

Zunächst war geplant, die Elternbefragung mit Hilfe eines externen Dienstleisters ausschließlich in Papierform durchzuführen. Aus verschiedenen Gründen hat man sich Mitte 2016 dafür entschieden, die geplante papiergestützte Umfrage auf eine Onlineumfrage umzustellen und die dafür notwendige Software zu beschaffen.

 

Die Umfrage wurde nunmehr in der Zeit vom 20.02.2017 bis 09.04.2017 mit eigenen Kräften durchgeführt. Kosten für externe Dienstleister und Teile des Portos konnten dadurch eingespart werden.

 

Es erfolgte eine Befragung aller Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 7 Jahren mittels beigefügten Musters (Anlage 1). Dabei wurden auch die Eltern der 7-jährigen Kinder, also der Kinder im ersten Schuljahr, hinsichtlich ihrer zurückliegenden Erfahrungen befragt.

Den Eltern war es freigestellt, ob sie die Rückmeldung internetgestützt oder in Papierform vornehmen. Insgesamt 3.867 von 7.962 Rückmeldebögen sind beim Jugendamt eingegangen, was eine Rücklaufquote von 49 % bedeutet.

 

Eine erste Auswertungsübersicht ist als Anlage 2 beigefügt. Abgeleitet werden kann daraus, dass Betreuungsbedarfe insbesondere für die Zeiten ab 7:00 Uhr bzw.  bis 17:00 Uhr bestehen. Die zurückgemeldeten Bedarfe vor 7:00 Uhr sind mit 6,8 % (239 absolut) der auswertbaren Rückmeldungen verhältnismäßig gering. Die Kindertageseinrichtungen im Kreisjugendamtsbezirk öffnen in der Regel gegen 7:15 Uhr. Bedarfe vor Beginn der Öffnungszeiten wurden mit 6,4 % (189 absolut) als regelmäßiger Bedarf und 16,3 % (484 absolut) als unregelmäßiger Bedarf  zurückgemeldet. 

 

Deutlich mehr Bedarfe ergeben sich in der Zeit nach Betreuungsende der Kindertageseinrichtungen, deren nachmittägliche Betreuung in der Regel zwischen 16:00 Uhr und 16:30 Uhr endet. 14,4% der auswertbaren Rückmeldungen (424 absolut) melden einen regelmäßigen Bedarf nach Betreuungsende der Kindertageseinrichtung und 40,7 % (1.240 absolut) einen unregelmäßigen Bedarf. Bedarfe für den Zeitraum 18:30 bis 20:00 Uhr sind dabei mit insgesamt 3,9 % der auswertbaren Rückmeldungen (138 absolut) verhältnismäßig gering.

 

Eine Vergleichsübersicht der einzelnen Orte ist als Anlage 3 beigefügt. Den absoluten Zahlen nach sind die meisten Betreuungsbedarfe für die Zeit vor 7:00 Uhr und nach 18:00 Uhr sowie vor Betreuungsbeginn der Kitas bzw. nach Betreuungsende der Kitas in den größeren Städten und Gemeinden (Lüdinghausen, Nottuln und Senden) zu verzeichnen. Den relativen Werten nach haben jedoch die Orte Nordkirchen und Olfen die meisten Betreuungsbedarfe für die Zeit vor 7:00 Uhr sowie nach 18:00 Uhr. Olfen weist zudem die verhältnismäßig höchsten regelmäßigen Bedarfe vor Beginn der Betreuungszeit und nach Betreuungsende der Kitas auf.

 

Bestehende offene Bedarfe haben die Familien bislang hauptsächlich durch privat organisierte Betreuung im Bekannten-, Freundes- und Familienkreis gedeckt (79,3 %).  Nur 3 % der offenen Bedarfe werden bislang durch öffentlich finanzierte Tagespflegepersonen sichergestellt und 11,1 % durch eine privat finanzierte Betreuung.

 

Auch für Betreuungsangebote in den Ferien gibt es für 34,2 % (1.294 absolut) der Befragten einen Bedarf während der Betreuung in einer Kindertageseinrichtung bzw. für 26,8 % (1.015 absolut) während des Übergangs zwischen Kita- und Schulbetreuung, was insbesondere auf die aktuell späten Ferien bis Ende August zurückzuführen ist.

 

Insgesamt 1.517 Familien wären bereit, einen zusätzlichen finanziellen Beitrag für die Betreuung außerhalb der Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtung zu zahlen; davon 47,9 % mit bis zu 5 EUR/Stunde, 36,7 % mit bis zu 7 EUR/Stunde und 15,4 % mit bis zu 10 EUR/Stunde.

 

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass rund 87 % der Befragten mit den Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen zufrieden bzw. sehr zufrieden sind. Rund 13 % dagegen sind eher unzufrieden bzw. sehr unzufrieden mit den Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen.