Sitzung des Kreistages des Kreises Coesfeld

Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Sachstandsbericht zur Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements - NKF beim Kreis Coesfeld

BezeichnungInhalt
Sitzung:28.06.2004   AfFuW/012/2004 
Beschluss:Kenntnis genommen
Vorlage:  SV-6-0912 
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschlussvorschlag:

 

Der Sachstandsbericht zur Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements – NKF beim Kreis Coesfeld wird zur Kenntnis genommen.


Ausschussvorsitzender Dinkler ruft den Tagesordnungspunkt 2 zur Beratung auf.

 

KD Gilbeau erläutert den Zwischenbericht über die Vorstellungen und Planungen zur Umsetzung des NKF beim Kreis Coesfeld. Dies beinhalte auch die Fortbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter. Die Umsetzung erfolge unter ständiger Begleitung der bestehenden Projektgruppe NKF.

 

KOAR`in Brockkötter stellt die bisherige Arbeit der Projektgruppe vor und erläutert die nächsten Schritte hinsichtlich der Auswahl der Software und die Anforderungen, die an diese gestellt werden.

Sie erklärt, dass parallel zur Projektgruppe eine Arbeitsgruppe mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden bestehe, in der aktuelle Problemstellungen erörtert und abgearbeitet werden.

In Zusammenarbeit mit dem Studieninstitut Bielefeld-Münster konnte ein gemeinsames Zertifizierungs-Seminar NKF für 25 Teilnehmer organisiert werden. Dieses Seminar wird als Inhouse-Seminar abgehalten und ist für die Städte und Gemeinden und den Kreis somit wesentlich kostengünstiger als Einzelschulungen.

 

KOAR`in Brockkötter gibt einen Überblick über den zeitlichen Ablauf des Softwareeinsatzes. Die bereits begonnene Erfassung und Bewertung des Anlagevermögens soll durch die Software unterstützt werden, um Doppelarbeiten zu vermeiden.

 

Ktabg. Bergmann spricht seine Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit aus und fragt nach, ob im Haus Pilotbereiche eingerichtet worden seien und ob die Anschaffung der Software aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit in Zusammenarbeit mit den Kommunen erfolgen solle.

 

KOAR`in Brockkötter erklärt, dass Pilotbereiche nicht eingerichtet worden seien oder werden. Hinsichtlich der gemeinsamen Softwareanschaffung gibt sie zu, dass bei den kreisangehörigen Städten und Gemeinden unterschiedliche Systeme angewendet werden. Soweit bekannt, haben sich die meisten kreisangehörigen Städte und Gemeinden dafür ausgesprochen, auch für die neue Software NKF keinen Anbieterwechsel vorzunehmen. Der Kreis Coesfeld habe Kontakt mit Nachbarkreisen aufgenommen, die zum Teil sehr unterschiedliche Vorgehensweisen haben. So habe sich der Kreis Warendorf ohne eigene Ausschreibung und Teststellungen über die Citeq für eine Software entschieden, der Kreis Steinfurt will sich nach einem öffentlichen Teilnahmewettbewerb und Teststellungen entscheiden. Dem Auswahlverfahren beim Kreis Coesfeld liegen die Bestimmungen der VOL zu Grunde. Es wird seit Beginn – wie auch das gesamte Umsetzungsverfahren NKF – von der Abteilung Rechnungsprüfung in allen Schritten begleitet.

 

Ktabg. Wolske fragt nach, inwieweit Differenzen mit den Kommunen bestehen. Bei gleicher Software könnten doch Synergieeffekte besser genutzt werden.

 

KOAR`in Brockkötter erklärt, dass es keine Differenzen gebe, nur unterschiedliche Schwerpunkte bei den Anforderungsmerkmalen.

 

KD Gilbeau führt aus, dass die Zusammenarbeit mit den Kommunen bzgl. der Abstimmung im Bereich der Grundstückbewertung ohne Probleme funktioniere.

 

Ktabg. Wentigmann erklärt, dass doch auch für die Gemeinden die Umstellungsfrist 2008 gelte und es doch nur wirtschaftlich sein könne, wenn ein einheitliches System angeschafft und benutzt werde. Neben den günstigeren Kosten wäre auch ein Datenabgleich einfacher.

 

KD Gilbeau erläutert, dass es bei der Vielzahl von Anwendungen, Bewertungskriterien und Schwerpunkten nicht so einfach sei, ein für alle akzeptables System zu finden. Jedoch sei dies ein langfristiger Prozess, dessen Veränderungen abzuwarten bleiben.

 

Ktabg. Suntrup fragt, ob es Probleme im Bereich der Schnittstellen geben könne.

 

KOAR`in Brockkötter erklärt, dass die Ergebnisse vergleichbar seien. Es bestünden aber keine unmittelbaren Verbindungen zur Haushaltssoftware der kreisangehörigen Städte und Gemeinden.

 

Ktabg. Bergmann fragt, warum der Kreis eine neue Software kaufen will, wenn doch die Kommunen mit ihren bisherigen Systemen weiterarbeiten können.

 

KOAR`in Brockkötter erklärt, dass auch die Kommunen die aktualisierten Versionen ihrer bisherigen Software im Bereich NKF neu erwerben bzw. sich denen der Anbieter anschließen müssen.

 

Ktabg. Bergmann bittet die Verwaltung, auf die Erreichung von Synergieeffekten durch den Einsatz einer einheitlichen Software intensiv hinzuwirken.

 

KD Gilbeau erklärt, dass dies – soweit möglich - angestrebt werde.