Sitzung des Kreistages des Kreises Coesfeld

Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Bericht über die Aktivitäten des Kreissportbundes Coesfeld e.V.

BezeichnungInhalt
Sitzung:15.02.2012   AfSKuSp/010/2012 
Beschluss:Kenntnis genommen
Vorlage:  SV-8-0607 
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Der 1. Vorsitzende des Kreissportbundes Coesfeld e.V. und zugleich beratendes Mitglied im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport, Herr Wolfgang Rungenhagen, eröffnet seinen Bericht über die Aktivitäten des Kreissportbundes mit einer Darstellung der Strukturierung des organisierten Sports in Deutschland.

Ausgehend vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Dachorganisation des deutschen Sports auf Bundesebene, unterteilt auf 16 Landessportbünde (LSB) der Länder, untergliedere sich Nordrhein-Westfalen in 54 Stadt- und Kreissportbünde. Innerhalb des Kreissportbundes Coesfeld gebe es derzeit drei Gemeinde- und Stadtsportverbände, und zwar in Coesfeld, Dülmen und Havixbeck.

Als Manko in der Strukturierung des Sports hebt Mitglied Rungenhagen hervor, dass es in den verschiedenen Sportarten zurzeit keine klaren regionalen Strukturen gebe, sondern in Abhängigkeit vom Erfolg Gruppenbildungen stattfänden, die häufig keine örtlichen Zusammenhänge aufweisen und sich deshalb eher als trennend denn als verbindend erweisen würden.

Weiter berichtet er von auf den verschiedenen politischen Ebenen angesiedelten Vereinbarungen, wie dem „Bündnis für den Sport“, dem „Pakt für den Sport“  sowie den auf Kreisebene eingerichteten „Qualifizierungszentren“, mit denen die unterschiedlichen Komponenten wie Sportstätten, Talentförderung, Gesundheitsprävention, Traineraus- und -fortbildungen aktiv unterstützt und gefördert würden. Dabei erwähnt Mitglied Rungenhagen insbesondere die Abhängigkeit von der schwankenden Finanzlage und hebt lobend die derzeitige finanzielle Unterstützung des Kreissportbundes durch den Kreis Coesfeld hervor. 

Zu den Aufgaben des Kreissportbundes (KSB) zählen laut Mitglied Rungenhangen vor allem die Ausbildung der Übungsleiter, die Tätigkeit des Lehrbeauftragten und die Abnahme der Sportabzeichen, die nur der Kreissportbund abnehmen dürfe.

Beim Sportabzeichenwettbewerb sei der KSB Coesfeld bereits zum vierten Mal als Landessieger hervorgetreten. Hier gebühre der Dank insbesondere Herrn Klaus Becker, der in diesem Bereich äußerst engagiert sei und zudem ein gutes Netzwerk aufgebaut habe. Die Abnahme des Sportabzeichens werde in besonderem Maße finanziell durch die Sparkassen unterstützt. Weitere Handlungsfelder des KSB lägen zudem im Themenbereich „Offene Ganztagstagsschule“ und dem Projekt des LSB „NRW bewegt seine Kinder“.

Zum Sportmedienpreis führt Mitglied Rungenhagen aus, dass es zwar die bekannteste aber zugleich eine freiwillige Aufgabe sei und sie nicht zu den Pflichtaufgaben des KSB gehöre. Anmerken wolle er noch, dass hier Randsportarten in die Mitte gebracht würden. Die Veranstaltung sei zudem kostenneutral. Eine besondere Schwierigkeit liege stets darin, für die Galaveranstaltung Prominenz gewinnen zu können. Mitglied Rungenhagen schließt seinen Vortrag mit der Bitte an die Ausschussmitglieder, diese bei der Gala des nächsten Jahres herzlich begrüßen zu dürfen, auch wenn statt Freikarten die Eintrittskarten nunmehr selbst käuflich erworben werden müssten 

Stellv. Ausschussvorsitzende Merschhemke dankt Herrn Rungenhagen für seinen ausführlichen und engagierten Bericht.

Ktabg. Wobbe bewertet das Zusammenwachsen des Sports im Kreis Coesfeld als schwierig. Für ein regionales Zusammenwachsen sollten Qualifizierungszentren und Verbünde gebildet werden. Im Moment sei es ein Hemmschuh, dass die Wettkampforte einzelner Sportarten räumlich oft sehr weit auseinander liegen. Daher schlage er vor, dass durch den KSB eine Neugliederung angestoßen wird. Mitglied Rungenhagen begrüßt diesen Vorschlag, jedoch seien dem KSB die Hände gebunden, da die Verantwortung den einzelnen Sportverbänden obliege.

 

In diesem Zusammenhang weist FBL Schütt auf die geplante Kreisstrukturreform des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen e.V. (FLVW) hin und auf die hierzu vorliegende Mitteilungsvorlage zur heutigen Sitzung mit folgendem Wortlaut: 

 

„Der Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes e. V., Herr Hermann Korfmacher, hat Herrn Landrat Konrad Püning mit Schreiben vom 01.12.2011 gebeten, die geplante Neustrukturierung der Fußball- und Leichtathletikkreise zu unterstützen.

Die Sportvereine aus dem Kreis Coesfeld gehören derzeit den Kreisen  1 „Ahaus/Coesfeld“, 21 „Lüdinghausen“ oder 24 „Münster/Warendorf“ an. Vorgesehen ist, die Anzahl von derzeit 33 durch Anpassung an die Gebiete der politischen Kreise und kreisfreien Städte auf 26 Fußball- und Leichtathletikkreise zu reduzieren.

Als wesentliche Gründe für die Strukturreform werden genannt:

 

-          analoge Grenzen erleichtern die Zusammenarbeit mit den Sportpartnern auf kommunaler Ebene,

 

-          analoge Strukturen (FLVW-Kreise = Kreissportbünde) machen ein „Verbundsystem“ erst sinnvoll, führen zur besseren sportpolitischer Vertretung, schaffen Synergieeffekte,

 

-          Kreisfusionen verbessern Qualifikation und Qualität im Ehrenamt (breitere Basis für die Spitze, Hauptamtlichkeit etc.),

 

-          Kreisfusionen führen zu Einsparungen (Ausgaben, Investitionskosten) und    

 

-          Reaktion auf den demographischen Wandel.

 

Über das weitere Vorgehen soll auf einem außerordentlichen Verbandstag im Mai 2012 beraten werden. Nach dem vorliegenden „Fahrplan“ kann die Strukturreform ggf. mit der Spielzeit 2016/17 umgesetzt werden.

 

Den Mitgliedern des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport wird das Informationsmaterial auf Wunsch gerne zur Verfügung gestellt.“

 

 

Der Bericht über die Aktivitäten des Kreissportbundes Coesfeld wird zur Kenntnis genommen.