Geflügelpest | Vogelgrippe

Aktuelle Informationen zur Geflügelpest

Unter Geflügelpest beziehungsweise Vogelgrippe ist die Infektion mit dem aviären Influenzavirus des hochansteckenden Typs in HPAI zu verstehen. Diese Viren können Hühner, Puten, Gänse, Enten sowie wildlebende Wasser- und andere Vögel infizieren. Betroffene Wildvögel können zur Ausbreitung der Seuche in Hausgeflügelbestände beitragen und vor allem wildlebende Wasservögel sind häufig symptomlose Träger und Ausscheider der Viren. Die Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. In Ausnahmefällen kann die Vogelgrippe auch auf den Menschen übertragen werden und dort eine Erkrankung auslösen.

Die Infektion mit dem HPAI-Virus führt beim Hausgeflügel oft zum Tod der infizierten Vögel. Die Viren sind sehr leicht übertragbar und verursachen immense wirtschaftliche Schäden. Wenn die Geflügelpest ausbricht, werden die Tiere eines betroffenen Bestandes deswegen zur Vermeidung der Ausbreitung umgehend getötet.

Mitte Oktober war in einem Geflügelbestand in der Stadt Münster der Ausbruch der hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAI; Geflügelpest) amtlich festgestellt worden. Daraufhin wurden um den Ausbruchsbetrieb eine Schutzzone und eine Überwachungszone festgelegt. Soweit die Zonen das Gebiet der Stadt Münster westlich überschritten, war der Kreis Coesfeld zuständig. Daher hatte der Kreis Coesfeld mit Allgemeinverfügung vom 19.10.2022 auch hier eine Schutz- und eine Überwachungszone festgelegt.

Geflügelpest: Schutz- und Überwachungszonen für den Kreis Coesfeld aufgehoben

Alle seuchenrechtlich erforderlichen Maßnahmen in den Schutz- und Überwachungszonen wurden mittlerweile durchgeführt. Da diese Maßnahmen zur Tierseuchenbekämpfung nicht mehr erforderlich sind, hat der Kreis Coesfeld die Allgemeinverfügung vom 19.10.2022 wieder aufgehoben.

Nach aktueller Einschätzung des FLI (Friedrich-Löffler-Institut) ist allerdings die Infektionsgefahr für Gefügelbestände, insbesondere für Freilandhaltungen - auch Klein- und Kleinsthaltungen (!) -, weiterhin sehr hoch, da viele Wildvögel Virusträger sind und so bei Kontakt direkt und indirekt Hausgeflügel infizieren können. Das Veterinäramt weist daher noch einmal auf die geltenden Biosicherheitsmaßnahmen, insbesondere das Verbot des Fütterns im Freien und das Tränken mit Wasser aus Oberflächengewässern, zu dem auch Wildvögel Zugang haben, hin und empfiehlt dringend die Aufstallung von Hausgeflügel für alle Geflügelhalter im Kreis.

Die entsprechenden Tierseuchenverfügungen des Kreises Coesfeld sowie weitere Informationen und Formulare finden sie im Folgenden:

Aktuelle Verfügung des Kreises Coesfeld

Wichtige Telefonnummern

  • TSK Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen - Tierseuchenkasse NRW -,
    Nevinghoff 40,
    48147 Münster,
    Telefon: 0251 28982-0,
    Telefax: 0251 2376-19103,
    E-Mail: tierseuchenkasse(at)lwk.nrw.de
     
  • Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW,
    Fachbereich 82 (Eier),
    Postfach 101052,
    45610 Recklinghausen,
    Telefon: 02361 305-1498,
    Telefax.: 02361 305-59913,
    E-Mail: 82-eier(at)lanuv.nrw.de

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