Gesundheitsamt wirbt erfolgreich für Praktikum während des Medizinstudiums
Nachdem das Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld im Januar 2025 nach einer Änderung der Approbationsordnung seine Premiere in Sachen Famulatur feierte, hat sich die Betreuung von Medizinstudierenden mittlerweile etabliert. Das Angebot, einen Teil der Pflichtpraktika im zweiten Abschnitt des Medizinstudiums im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu absolvieren, wurde nun bereits zum zweiten Mal positiv aufgenommen.
„Im Medizinstudium spielt das öffentliche Gesundheitswesen meist nur eine Nebenrolle, dabei hat gerade die Pandemie gezeigt, wie zentral die Arbeit des Gesundheitsamtes für unsere Gesellschaft ist“, berichtet Famulant Nicolas Kunicke. Der gebürtige Berliner, der nach seiner Ausbildung zum Notfallsanitäter an der Universität Münster Medizin studiert, war von der Vielfalt der Tätigkeit im Gesundheitsamt überrascht. „So geht es sicherlich jedem, der den Schritt in ein Gesundheitsamt wagt – einschließlich mir selbst“, meint Sandra Brieden, Ärztin im Gesundheitsamt und Ansprechpartnerin für Medizinstudierende, und ist zuversichtlich, dass die ärztliche Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst so langsam an Bekanntheit gewinnt.
Für einen umfassenden Überblick sorgt ein jeweils vorab erstellter Rotationsplan durch die einzelnen Teams. „Zugegeben, mir war vorher gar nicht bewusst, wie viele Bereiche das Gesundheitsamt abdeckt und wie vielfältig die Tätigkeit dort sein kann. Diese etwas andere Famulatur hat mir ein neues Verständnis für die Aufgaben und die Bedeutung des öffentlichen Gesundheitswesens vermittelt. Ich kann sie jedem Medizinstudierenden sehr empfehlen – gerade, weil sie den Blick über den klinischen Tellerrand hinaus ermöglicht.“ Interessierte können sich über med.info@kreis-coesfeld.de für einen Newsletter anmelden und erhalten aktuelle Veranstaltungshinweise.
Das Team des Gesundheitsamts freut sich bereits auf die nächste geplante Famulatur, während im Hintergrund die Vorbereitungen auf eine Betreuung von Medizinstudierenden im Praktischen Jahr laufen. Dies erfordert eine Kooperation mit einer Universität und bedeutet einen deutlich höheren Aufwand. Hierfür wird ab Herbst eine Mitarbeiterin die Stabsstelle Kommunale Gesundheitskoordination und -planung verstärken und u.a. die bereits bestehende enge Betreuung der Medizinstudierenden weiter voranbringen.
Und hoffentlich gibt es dann auch noch häufiger ein so großes Lob wie das von Nicolas Kunicke: „Ich wurde hier in Coesfeld von einem unglaublich herzlichen und engagierten Team aufgenommen, das sich viel Zeit genommen hat, mir alles zu zeigen und zu erklären. Die Atmosphäre war familiär, die Betreuung hervorragend.“