Große Resonanz auf Burg Vischering
Eröffnung der Ausstellung „AUGEN – BLICK – WINKEL“ sehr gut besucht
Große Resonanz auf Burg Vischering in Lüdinghausen: Über 100 Gäste nahmen am vergangenen Sonntag (1. Februar 2026) an der Eröffnung der Ausstellung „AUGEN – BLICK – WINKEL“ teil. Bis zum 31. Mai 2026 werden in der Vorburg noch „Engelbert Reinekes Momentaufnahmen der Politik“ gezeigt, so der Untertitel der Retrospektive. Als Fotograf des Bundespresseamtes dokumentierte Reineke von 1966 bis 2004 zentrale politische Ereignisse und lebt heute 86-jährig in Bonn. Für die Ausstellung arbeitete er eng mit dem Fachdienst Kultur des Kreises Coesfeld zusammen.
Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr begrüßte die Teilnehmenden der Vernissage und schilderte in seiner Ansprache, dass er seinerzeit als Impulsgeber für die Ausstellung mit Werken Engelbert Reinekes fungiert hatte. Eher zufällig war er auf die Arbeit des gebürtigen Lüdinghausers aufmerksam geworden und beauftragte die Kulturabteilung des Kreises damit, eine Ausstellung zu konzipieren. Die Werkschau schließe eine klaffende Lücke, ist sie doch die erste adäquate Einzelausstellung überhaupt, die Reineke gewidmet wird, was auch Kreis-Kulturreferentin Flora Tesch betonte – und das, obwohl einige der Bilder Reinekes weltberühmt sind. Zusammen mit Volontär Jon Wiggermann und Swenja Janning, die sich derzeit in Elternzeit befindet, hatte Tesch die Werkschau kuratiert. Für Wiggermann ist sie als großes Volontariatsprojekt das Herzstück seiner Ausbildung beim Kreis – und eine Herzensangelegenheit: Das Kuratorenteam möchte mit der Ausstellung ein generationsübergreifendes Publikum ansprechen. Für jüngere Menschen bietet die Ausstellung die Möglichkeit, sich anhand von Bildern mit der Geschichte der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg und damit auch mit der Entstehung demokratischer Werte auseinanderzusetzen: „Historische Persönlichkeiten oder Ereignisse mit einem ikonischen Bild verbinden zu können, lässt uns selbst eine gewisse Verbindung zu ihnen herstellen, sie lassen uns Momente fühlen, politische Persönlichkeiten menschlich nahe wirken und uns an Ereignissen teilhaben“, betonte Wiggermann.