Kommunale Hitzeaktionsplanung
Prof. Dr. Frauke A. Kurbacher (mit Tasche), die Studierenden der Hochschule für Polizei und Verwaltung NRW sowie Alexandra Winkler (2. v. l.) und ihr Team trafen sich kurz vor dem Start des Projektes, das die Hitzeaktionsplanung in den Fokus nimmt. (Foto: Kreis Coesfeld)
Projekt der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW startet mit Unterstützung des Gesundheitsamtes
Prof. Dr. Frauke A. Kurbacher und zehn Studierende der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW waren im Gesundheitsamt in Coesfeld zu Gast, um den Start eines gemeinsamen Projekts vorzubereiten. Das Projekt trägt den Titel „Hitzeaktionsplanung im Spannungsfeld kommunaler Zuständigkeiten“.
„Was sich etwas formal anhört, passt voll und ganz in die Zeit“, stellt Kurbacher fest. „Das Thema hat eine hohe Praxisrelevanz und Aktualität“. Mit Hitzeaktionsplanung beschäftigen sich inzwischen viele. Die Ereignisse der letzten Jahre mit Spitzentemperaturen über der 40 Grad-Marke haben Wirkung gezeigt. Auch die Städte, Gemeinden und Kreise sind gefragt und aktiv. Inhaltliche Aspekte sind ebenso von Bedeutung wie die der Aufgabenverteilung, Wirkung und Notwendigkeit von Maßnahmen: Wie können Einzelne und Institutionen sich für solche Herausforderungen wappnen? Was muss, was kann, was sollte? Was hilft weiter? Wer macht was? Damit werden sich die Studierenden, die in der Kreisverwaltung in Warendorf, der Stadt Hamm, Bezirksregierung Münster, Deutschen Rentenversicherung und anderen Verwaltungen tätig sind, in den nächsten zwei Monaten befassen. Am Ende soll ein umfassendes Werk stehen, das Grundlagen beschreibt, Einzelthemen aufbereitet und Handlungsempfehlungen gibt. Das Projekt ist Teil der Ausbildung. Noten gibt es also auch.
Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Alexandra Winkler, hat mit einem Team eine Begleitgruppe für das Projekt gebildet. „Wir unterstützen das sehr gerne“, so Winkler, „und gehen davon aus, dass wir hier Verwertbares für die Hitzeaktionsplanung des Kreises erhalten werden“. Das könne unter anderem in die Kommunale Gesundheitskonferenz des Kreises Coesfeld einfließen. Insgesamt sei die Hitzeaktionsplanung ein wichtiger Part, um den vielfältigen gesundheitlichen Folgen des Klimawandels zu begegnen.