Ausstellung „Schlossgeflüster“ auf Burg Vischering
Fotografie erweckt geheime Orte zum Leben
Alte Schlossgemäuer, staubige Dachböden und dämmrige Keller – die Fotografien von Gisela Schäper geben Einblicke in verborgene Welten. Sie öffnen Türen zu Räumen, die sonst verschlossen bleiben oder längst verlassen wurden. Die Bilder wirken wie eingefrorene Momente aus einer anderen Zeit; geheimnisvoll und bisweilen unheimlich, zugleich aber ruhig und entschleunigend, manchmal mit einem überraschenden, humorvollen Moment – eine besondere Melange, die alle Interessierten vom kommenden Wochenende an auf Burg Vischering in Lüdinghausen erleben können: Zur Eröffnung der Retrospektive „Schlossgeflüster“ am Sonntag (22. März 2026) um 17:00 Uhr lädt der Kreis Coesfeld herzlich ein.
Über zehn Jahre hinweg hat die Drensteinfurter Fotografin verlassene Orte aufgesucht. Mit ihrer Kamera und einem feinen Gespür für Licht und Schatten hält sie die faszinierende Atmosphäre dieser Räume im Bild fest. Dabei entfalten sich wundersame Geschichten und Begegnungen mit verlassenen Räumen und vergessenen Gegenständen. Neben den Originalen in dieser Ausstellung finden sich in der gesamten Burg großformatige Reproduktionen. In den historischen Räumen treten sie in einen besonderen Dialog mit ihrer Umgebung. An der Museumskasse erhalten die Ausstellungsgäste außerdem ein kleines Rätselspiel: Wer alle Bilder entdeckt, kann am Ende das Lösungswort erraten.
Gisela Schäper (geboren 1960 in Münster) studierte an der Kunstakademie Münster Freie Kunst bei Prof. Timm Ulrichs. Nach Abschluss des Studiums folgten gezielte Weiterbildungen und ein künstlerisches Schaffen in den Bereichen Fotografie und Grafik-Design. Gisela Schäper ist Mitglied im KünstlerinnenForum MünsterLand e.V. und Mitbegründerin der Produzentengalerie SO-66 in Münster. Ihre Arbeiten werden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt.
Die Teilnahme an der Vernissage ist kostenfrei. Nach einer fachlichen Einführung durch Kreis-Kulturreferentin Flora Tesch wird die Künstlerin Gisela Schäper in einem kurzen Interview mit dem wissenschaftlichen Volontär Jon Wiggermann vorgestellt. Anschließend gibt es Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum. Für die musikalische Begleitung sorgt der Gitarrist Ruben Link.