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Sieben Jugendliche posieren mit bunten, selbst gemachten Taschen vor einer Holzwand.

Die Jugendlichen präsentieren ihre fertigen Taschen. (Foto: Kreis Coesfeld, Janina Neukirch)

Schülerinnen und Schüler gestalten nachhaltige Taschen aus Robotik-Wettbewerbsmatten

Nachhaltigkeit trifft Kreativität und moderne Technik: Sieben Schüler und Schülerinnen der Sekundarschule Lüdinghausen haben im Rahmen eines Projekts des zdi-Netzwerks Kreis Coesfeld aus ausgedienten Wettbewerbsmatten der vergangenen zdi-Roboterwettbewerbe einzigartige Taschen gefertigt. Dabei entstanden nicht nur praktische Alltagsbegleiter, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel für das produktive Ineinandergreifen von Umweltbewusstsein, handwerklichem Geschick und digitalen Fertigungstechnologien.

Die Wettbewerbsmatten hatten ihren ursprünglichen Zweck erfüllt. Anstatt sie zu entsorgen, erhielten sie nun ein zweites Leben: Unter fachkundiger Anleitung planten die Schülerinnen und Schüler ihre Taschen, schnitten die robusten Materialien zu und nähten daraus individuelle Unikate. „Das Projekt zeigt, wie sich Nachhaltigkeit und Technik sinnvoll verbinden lassen. Gleichzeitig erleben die Jugendlichen, dass aus vermeintlichen Restmaterialien hochwertige Produkte entstehen können“, betont Janina Neukirch, Koordinatorin im zdi-Netzwerk.

Während des gesamten Arbeitsprozesses haben erfahrene Schneiderinnen vom Nähzimmer Lüdinghausen die Jugendlichen begleitet und unterstützt. Mit ihrer langjährigen Berufserfahrung vermittelten Bärbel Thomas und Miriam Enning den Schülerinnen und Schülern den sicheren Umgang mit Nähmaschinen und gaben praktische Tipps zur Verarbeitung der besonderen Materialien. So konnten die Teilnehmenden nicht nur ein hochwertiges Endprodukt herstellen, sondern auch wertvolle handwerkliche Fähigkeiten erwerben.

Ein besonderes Detail der Taschen sind die D-Haken, die als Befestigungselement des Gurtes dienen. Diese wurden nicht gekauft, sondern mit drei 3D-Druckern eigens für das Projekt hergestellt. So erhielten die Teilnehmenden zusätzlich einen praktischen Einblick in die Möglichkeiten der additiven Fertigung.

Mit praxisnahen Aktionen wie dem Taschen-Upcycling macht das zdi-Netzwerk deutlich, dass MINT-Bildung weit über Theorie hinausgeht: Sie fördert Kreativität, Problemlösungskompetenz und nachhaltiges Denken. Gleichzeitig zeigt die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie den erfahrenen Schneiderinnen und dem Einsatz moderner 3D-Druck-Technologie, wie wertvoll der Austausch zwischen traditionellem Handwerk und innovativen Fertigungsverfahren sein kann.

Das Projekt wurde im Rahmen der vertieften Beruflichen Orientierung durch Mittel des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Weitere Informationen zum Angebot des zdi-Netzwerkes und Kontaktdaten finden Sie auf der Homepage des Kreises: https://zdi.kreis-coesfeld.de

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