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Gesundes Mikroklima an Schulen und Kitas fördern

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Schülerinnen, Schüler und Erwachsene vor dem neuen Gemüsegarten der Montessori Schule

Gelungenes Projekt an der Montessori Schule in Coesfeld: Im neuen Gemüsegarten kann bald frisches Gemüse geerntet werden (Foto: Kreis Coesfeld).

Kreis Coesfeld ruft zur Beteiligung an Begrünungs- und Entsiegelungsprojekten auf

Unsere Kinder und Jugendlichen verbringen einen großen Teil ihres Alltags in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Umso wichtiger ist es, dass gerade dort ein gesundes und angenehmes Umfeld herrscht. Ein zentraler Faktor dafür ist das sogenannte Mikroklima, also die klimatischen Bedingungen auf kleinem Raum, etwa auf dem Schulhof oder im Außengelände einer Kita. Der Kreis Coesfeld bietet im Rahmen der Programme BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) und zdi (Zukunft durch Innovation) gemeinsam mit dem Klimaanpassungsmanagement gezielte Unterstützung für Schulen und Kitas an, die Begrünungs- oder Entsiegelungsmaßnahmen umsetzen möchten.

Ein gutes Mikroklima zeichnet sich durch ausgeglichene Temperaturen, ausreichend Schatten und eine gute Luftqualität aus. Dafür ist es auch notwendig, dass Regenwasser versickern kann, so dass es nach und nach über die Pflanzen wieder abgeben wird. Insbesondere durch Begrünung und Entsiegelung, also das Entfernen versiegelter Flächen wie Asphalt oder Beton, lässt sich dieses Mikroklima nachhaltig verbessern. Pflanzen kühlen ihre Umgebung, spenden Schatten, fördern die Biodiversität und tragen dazu bei, dass Regenwasser besser versickert. 

Mit der Unterstützung des Kreises Coesfeld können Bildungseinrichtungen nicht nur ihre Aufenthaltsqualität deutlich steigern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung leisten. So sind sie besser auf zunehmende Sommerhitze und häufigere Starkregenereignisse vorbereitet. 

Ein besonderer Mehrwert liegt dabei in der Verknüpfung von praktischen Maßnahmen mit Bildungsangeboten: Einrichtungen, die ihre Außenflächen umgestalten, profitieren von individuell zugeschnittenen pädagogischen Programmen. Workshops, Projektwochen oder Mitmachaktionen zu Themen wie Biodiversität, Klimaschutz, nachhaltige Flächengestaltung oder naturnahe Schulhöfe können direkt in die Projekte integriert werden. So werden Kinder und Jugendliche frühzeitig für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sensibilisiert und dazu ermutigt, ihre Umgebung aktiv mitzugestalten.

Dass diese Ansätze erfolgreich sind, zeigen bereits umgesetzte Projekte im Kreisgebiet: An der Montessori Schule in Coesfeld wurde mit tatkräftiger Unterstützung des Galabau e.V. in Kooperation mit der ML plus Gartenbau GmbH ein neuer Gemüsegarten angelegt. Künftig soll dort sogar Gemüse für die schuleigene Kantine angebaut werden – ein praktisches Beispiel für nachhaltige Ernährung und Umweltbildung.

Auch das Clemens-Brentano-Gymnasium in Dülmen hat erste Schritte unternommen: Mit Unterstützung des Grün statt Grau e.V. aus Münster wurde ein Teil des Schulhofs entsiegelt und neu bepflanzt. Eine weitere Begrünungsmaßnahme ist bereits für das Jahr 2027 in Planung, dann mit Unterstützung des Galabau e.V.

„Im Zuge beider Projekte konnten wir mit Unterstützung von BNE und zdi das Thema ‚Klimaanpassung‘ in den Unterricht bringen. Die positiven Effekte von Begrünung und Entsiegelung können die Schülerinnen und Schüler nun jeden Tag unmittelbar erleben“, betont Klimaanpassungsmanagerin Elena Makala.

Ein weiterer Impuls geht vom bundesweiten Wettbewerb „Jugend pflastert ab“ der Initiative „Abpflastern“ aus. Das Kooperationsprojekt setzt genau dort an, wo junge Menschen selbst aktiv werden können: Es motiviert Schülerinnen und Schüler, versiegelte Flächen zu hinterfragen, kreative Ideen zu entwickeln und konkrete Veränderungen auf ihren Schulgeländen umzusetzen.

Jetzt mitmachen!

Der Kreis Coesfeld ruft alle Schulen und Kindertageseinrichtungen dazu auf, sich an den Projekten zur Begrünung und Entsiegelung zu beteiligen. Ob kleine Maßnahmen oder größere Umgestaltungen – jeder Schritt zählt und trägt zu einem besseren Lernumfeld sowie zu mehr Klimaresilienz bei.

Interessierte Einrichtungen erhalten Unterstützung bei Planung, Umsetzung und pädagogischer Begleitung. Gemeinsam kann so ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unserer Kinder und unserer Umwelt geleistet werden. Interessierte können sich an Elena Makala, Klimaanpassungsmanagerin beim Kreis Coesfeld, wenden: klimaanpassung@kreis-coesfeld.de

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