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Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld passt Untersuchungsumfang für

Meldung vom:

Eigenwasserversorgungsanlagen in Billerbeck an

Das Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld hat den Untersuchungsumfang der Trinkwasseruntersuchung für Eigenwasserversorgungsanlagen im Gemeindegebiet der Stadt Billerbeck gemäß § 29 Abs. 1 Trinkwasserverordnung (TrinkwV) angepasst. Eigenwasserversorgungsanlagen sind Anlagen, die ausschließlich das familiäre Umfeld über einen eigenen Hausbrunnen mit Trinkwasser versorgen und aus denen pro Tag weniger als 10 Kubikmeter Trinkwasser entnommen werden.

Für das Gemeindegebiet der Stadt Billerbeck sind im Rahmen einer umfassenden statistischen Auswertung der Trinkwasseranalyseergebnisse aus den Jahren 2018 bis 2024 vermehrt Grenzwertüberschreitungen für den Parameter Fluorid gemäß TrinkwV festgestellt worden. Die Überschreitungen betreffen mehrere Wasserversorgungsanlagen und weisen auf eine räumliche Auffälligkeit hin. In Folge der vermehrten Grenzwertüberschreitungen wird Fluorid nunmehr verbindlich in den Untersuchungsumfang für Eigenwasserversorgungsanlagen in Billerbeck aufgenommen.

In den kommenden Wochen werden alle betroffenen Betreiber von Eigenwasserversorgungsanlagen in Billerbeck vom Gesundheitsamt individuelle Bescheide über den künftig geltenden Umfang der Trinkwasseruntersuchung erhalten. Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass die Betreiber verpflichtet sind, den jeweils gültigen Untersuchungsumfang an die von ihnen beauftragte Untersuchungsstelle weiterzuleiten. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Probenahme und Analyse korrekt und im vorgeschriebenen Umfang erfolgen. Die Anpassung soll, ohne Abstriche bei der gesundheitlichen Vorsorge, eine risikoorientierte und ressourcenschonende Überwachung ermöglichen.

Fluorid ist ein natürliches Element, welches in Gesteinen zu finden ist, bei Verwitterungsprozessen freigesetzt wird und ins Wasser gelangen kann. Innerhalb des Kreises Coesfeld kommt es insbesondere im Südkreis geogen bedingt zu erhöhten Fluoridgehalten in privaten Wasserversorgungsanlagen, sodass der Parameter Fluorid bereits seit langem im Südkreis im verbindlichen Untersuchungsumfang enthalten ist. Durch den langfristigen Genuss fluoridhaltigen Wassers können gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden. Eine langanhaltende Überdosierung mit Fluorid kann bei Kindern und bei Erwachsenen zu Zahnfluorose und Schäden am Knochengerüst führen.

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