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Intensive Einblicke zum Ausstellungsende:

Meldung vom:

Ausstellungssaal mit Fotografien von Engelbert Reineke

Blick in die aktuelle Foto-Ausstellung auf Burg Vischering (Bildquelle: Kreis Coesfeld, Andreas Lechtape)

Fachleute führen durch Reineke-Retrospektive

Die sehr gut besuchte Ausstellung „AUGEN – BLICK – WINKEL“, die, so der Untertitel, „Engelbert Reinekes Momentaufnahmen der Politik“ auf Burg Vischering in Lüdinghausen zeigt, neigt sich dem Ende zu. Zum Abschluss am 31. Mai 2026 (Sonntag) bieten die Kreisbeschäftigten Flora Tesch und Jon Wiggermann, die diese Retrospektive zusammen mit Swenja Janning kuratiert haben, offene Führungen an – für Gruppen mit jeweils maximal 25 Personen; eine Führung wird etwa 30 Minuten dauern. Das Team teilt sich dabei auf, sodass zwei Gruppen, also insgesamt 50 Personen gleichzeitig, durch die Räume geführt werden können – und zwar um 12:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung in Höhe von 3,50 EUR fällt dabei an, die Führung an sich ist kostenfrei.

Wer sich einen festen, garantierten Platz bei den Führungen sichern will, muss sich vorab unter jon.wiggermann@kreis-coesfeld.de oder Telefon 02591/7990-0 anmelden; man kann trotzdem spontan zu den Uhrzeiten dazukommen – wenn dann noch Platz in den Gruppen ist, kann man, nach Bezahlung des Eintritts, an der jeweiligen Führung teilnehmen. Treffpunkt ist im Foyer an der Kasse in der Vorburg.

Als Fotograf des Bundespresseamtes dokumentierte Reineke von 1966 bis 2004 zentrale politische Ereignisse. Mit Motiven wie dem Kniefall Willy Brandts in Warschau oder den letzten Porträts Konrad Adenauers schuf der gebürtige Lüdinghauser Bilder, die sowohl das kollektive Bildgedächtnis als auch unsere Vorstellungen von Politikgeschichte bis heute prägen. Der 87-jährige Engelbert Reineke lebt in Bonn. Seine Aufnahmen zeichnen sich durch ein feines Gespür für den entscheidenden Augenblick und eine raffiniert gestaltete Bildkomposition aus. Mit einer Werkschau, die erstmals ausschließlich Reineke gewidmet ist, präsentiert die Burg Vischering unter anderem originale Abzüge aus dem eigenen Bestand des Fotografen. Die Ausstellung betrachtet die Werke sowohl aus politisch-historischer Perspektive als auch unter persönlichen und bildkulturellen Aspekten. Wie viel Dokumentation steckt in den Bildern – wie viel Inszenierung? Im Rahmen des Themenjahres „Fotografie und Wahrheit“ richtet die Ausstellung den Blick außerdem darauf, wie Fotografie unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit formt. „Historische Persönlichkeiten oder Ereignisse mit einem ikonischen Bild verbinden zu können, lässt uns selbst eine gewisse Verbindung zu ihnen herstellen, sie lassen uns Momente fühlen, politische Persönlichkeiten menschlich nahe wirken und uns an Ereignissen teilhaben“, betont Wiggermann. 

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