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Kreis Coesfeld weiterhin unter den am geringsten verschuldeten Kreisen in NRW

Meldung vom:

Ein Mann mit kurzen Haaren und Brille trägt eine karierte Anzugjacke und lächelt.

Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Linus Tepe (Bildquelle: Kreis Coesfeld)

IT.NRW-Zahlen für 2025

Der Kreis Coesfeld zählt weiterhin zu den am geringsten verschuldeten Kreisen in Nordrhein-Westfalen. Das geht aus den aktuellen Zahlen von IT.NRW zur kommunalen Verschuldung der Kernhaushalte für das Jahr 2025 hervor. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.182 Euro belegt der Kreis landesweit den dritten Platz. Lediglich die Kreise Olpe (754 Euro) und Heinsberg (1.105 Euro) weisen eine geringere Verschuldung je Einwohner auf.

Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller nordrhein-westfälischen Kreise und kreisfreien Städte liegt die Pro-Kopf-Verschuldung der Kernhaushalte bei 3.561 Euro und damit rund dreimal so hoch wie im Kreis Coesfeld.

Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Linus Tepe sieht die aktuelle Platzierung als Bestätigung einer langfristig soliden Finanzpolitik: „Dass der Kreis Coesfeld erneut zu den am geringsten verschuldeten Kreisen Nordrhein-Westfalens gehört, ist ein gutes Signal. Es zeigt, dass wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit unseren Städten und Gemeinden verantwortungsvoll gewirtschaftet haben.“ Gleichzeitig mahnt Dr. Tepe jedoch, den positiven Rang nicht mit einer sorgenfreien Haushaltslage gleichzusetzen. Denn auch im Kreis Coesfeld ist die Verschuldung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Lag die Pro-Kopf-Verschuldung der Kernhaushalte im Jahr 2019 noch bei 560 Euro, beträgt sie inzwischen 1.182 Euro. Damit hat sie sich innerhalb von sechs Jahren mehr als verdoppelt.

Auch im Landesvergleich fällt diese Entwicklung auf: Landesweit stieg die Pro-Kopf-Verschuldung im gleichen Zeitraum von 2.661 Euro auf 3.561 Euro, ein Anstieg von rund einem Drittel. Im Kreis Coesfeld verlief die Entwicklung damit deutlich dynamischer, wenn auch von einem wesentlich niedrigeren Ausgangsniveau.

„Unsere Ausgangslage ist weiterhin vergleichsweise gut. Dennoch sehen wir dieselben strukturellen Herausforderungen wie alle Kommunen: Die Ausgaben wachsen deutlich schneller als die Einnahmen“, so Dr. Tepe. Insbesondere steigende Personal- und Sozialaufwendungen sowie hohe Investitionsbedarfe belasteten die kommunalen Haushalte zunehmend. „Bund und Land müssen die Kommunen dauerhaft so ausstatten, dass sie ihre Aufgaben erfüllen und gleichzeitig notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Klimaanpassung stemmen können. Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass sich der Bund auf den Weg der Veranlassungskonnexität gemacht hat. Damit kommen wir dem Grundsatz ‚Wer bestellt, bezahlt‘ einen guten Schritt voran.“

Eine interaktive Anwendung von IT.NRW stellt für alle Kreise, kreisfreien Städte sowie kreisangehörigen Städte und Gemeinden detaillierte Daten zur Verschuldung bereit, inklusive Karten und Diagramme. Bürgerinnen und Bürger können dort nicht nur die Verschuldungsentwicklung der Körperschaften nachvollziehen, sondern auch einzelne Städte und Gemeinden vergleichen.

Online ist die Anwendung hier erreichbar: 

https://statistik.nrw/service/veroeffentlichungen/kommunale-verschuldung-nrw 

 

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