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Nicht mehr von dieser Welt

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Das Gelius Trio gastiert bei den Schlosskonzerten Nordkirchen

Das Gelius Trio (Bildquelle: Markus Gö 3)

Gelius Trio tritt bei den Schlosskonzerten Nordkirchen auf

Das 1999 gegründete Gelius Trio, das am 7. Juni 2026 (Sonntag) um 18:00 Uhr bei den Schlosskonzerten Nordkirchen zu hören sein wird, ist berühmt für seine Klangschönheit, Leidenschaft und tiefempfundene Emotion. Die langjährige Erfahrung des Geigers Sreten Krstic als Konzertmeister der Münchner Philharmoniker fließt als echte Bereicherung ein. Seit 2025 ist Andreas Heinig der Cellist des Trios und beeindruckt durch seine große Ausdruckskraft. Namensgeber Micael Gelius wiederum versteht es, den Flügel geradezu singen zu lassen. Inspiriert vom Jahrestitel „Wunderkinder“, versammelt das Gelius Trio Werke von Clara Schumann, Lili Boulanger und Antonín Dvořák, deren außergewöhnliche Begabung sich schon früh offenbarte. Und es wird nachvollziehbar, warum die Süddeutsche Zeitung über das Ensemble schreibt: „Nicht mehr von dieser Welt ist das Spiel des Gelius Trios.“

Clara Schumann (geb. Wieck) galt als Wunderkind, das im Alter von nur neun Jahren als gefeierte Klaviervirtuosin in Europa unterwegs war. Ihr Vater, der strenge Klavierpädagoge Friedrich Wieck, forderte und förderte sie systematisch, sodass sie bereits als Kind ein großes Repertoire auswendig spielte und mit eigenen brillanten Kompositionen glänzte. Clara Schumann (1819-1896) zeigt in ihrem Klaviertrio g-Moll, das sie im Alter von nur 26 Jahren komponierte, eine bemerkenswerte künstlerische Reife und Eigenständigkeit – was über ihr junges Alter hinausweist. Lili Boulanger (1893-1918) zählte ebenfalls zu den herausragenden Talenten ihrer Zeit: Trotz einer chronischen Erkrankung – sie litt an Bronchialpneumonie und Morbus Crohn – erhielt sie frühen Unterricht an Orgel, Klavier, Violoncello, Violine und Harfe. Ihren ersten öffentlichen Auftritt als Violinistin hatte sie bereits im Alter von acht Jahren. Als erste Frau überhaupt gewann sie den Prix de Rome. Ihr schillerndes "D'un matin du printemps" zeugt von einer außergewöhnlichen Klangfantasie – umso berührender angesichts ihres frühen Todes im Alter von nur 24 Jahren. Auch Antonín Dvořák (1841-1904) begann früh, im Alter von 12 Jahren, zu komponieren und entwickelte bald eine unverwechselbare musikalische Sprache. Sein Klaviertrio f-Moll op. 65 verbindet leidenschaftlichen Ausdruck mit formaler Meisterschaft und spiegelt die Tiefe eines Komponisten wider, dessen Begabung sich von Anfang an eindrucksvoll zeigte. Als namhafter Komponist der Romantik schuf der Tscheche neun Sinfonien und zahlreiche weitere Orchesterwerke, Opern, Vokal- und Kammermusik sowie Klavier- und Orgelstücke. 

Tickets zum Preis von 24,- EUR und 21,- EUR (ermäßigt) sind zu beziehen über: https://www.nordkirchen.de/tourismus/ticket-service/schlosskonzertreihe

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