Rohrweihen brüten im Kreisgebiet
Schutz durch Drohneneinsatz
Eine Aktion des Kreises Coesfeld in Kooperation mit dem Hegering Coesfeld und der örtlichen Landwirtschaft trägt zum Schutz der Rohrweihen bei. Dabei kontrolliert der Hegering vorab mit Drohnen Getreidefelder, die gemäht werden sollen, um Rohrweihennester frühzeitig zu finden und zu retten.
Die Rohrweihe (Circus aeruginosus) ist ein gefährdeter, mittelgroßer Greifvogel, der im Flug an seinen V-förmig nach oben gehaltenen Schwingen zu erkennen ist. Wie der Name andeutet, brütet sie in Gewässernähe im Röhricht oder Schilf. Da Feuchtgebiete immer seltener werden und die Vögel keine geeigneten Brutplätze mehr finden, lassen sie sich im Grünland oder in Getreidefeldern nieder. Hier besteht in der Erntezeit jedoch die Gefahr, dass die Küken totgemäht werden.
Um dem entgegenzuwirken, wird der Kreis Coesfeld mit den Kooperationspartnern aktiv: Nachdem ein Nest per Wärmebild der Drohne gefunden wird, steckt der Kreis den Bereich weiträumig ab. Der etwa einen Morgen große Bereich wird beim Mähen ausgelassen, sodass die Brut ungestört aufwachsen kann. Den Ernteausfall der betroffenen Landwirtinnen und Landwirte übernimmt der Kreis Coesfeld. Klaus Dahms von der Unteren Naturschutzbehörde betont: „Durch die Kooperation kann mit wenig Geld viel Naturschutz betrieben werden“. Bereits zwei Rohrweiheneier in Lette und ein Gelege in Coesfeld konnten dadurch gerettet werden.