Vernetzt begleiten
Das gesamte Projekt – von der Entwicklung des Drehbuchs über die Konzeption bis hin zum Dreh und Schnitt des Films – haben Frau Nikolova und Herr Atkins eigenständig und aus eigener Initiative realisiert. (Bildquelle: Kreis Coesfeld)
Ein Imagefilm macht die Arbeit des Case Managements erlebbar
Wie gelingt Integration im Alltag? Welche Unterstützung benötigen Menschen mit Einwanderungsgeschichte auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben? Antworten auf diese Fragen gibt ein neuer Imagefilm, der die Arbeit des Case Managements im Rahmen des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM) anschaulich und authentisch präsentiert.
Initiiert und gemeinsam umgesetzt wurde der Film von Antoaneta Nikolova, Case Managerin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Coesfeld, und David Atkins, Case Manager der Stadt Dülmen. Mit dem gemeinsamen Projekt möchten sie die vielfältige und oftmals im Hintergrund stattfindende Arbeit des Case Managements sichtbar machen und dessen wichtigen Beitrag für eine gelingende Integration verdeutlichen.
Für Menschen mit Einwanderungsgeschichte beginnt ein neues Kapitel häufig mit vielen Herausforderungen: eine neue Sprache, unbekannte Strukturen und zahlreiche Hürden im Alltag. Jeder Schritt erfordert Mut. Genau hier setzt das Case Management an. Es unterstützt Menschen dabei, passende Hilfs- und Beratungsangebote zu finden, individuelle Perspektiven zu entwickeln und Hindernisse auf dem Weg in Bildung, Sprache, Ausbildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe zu überwinden. Es schafft Orientierung, bringt Struktur in komplexe Lebenssituationen und begleitet die Menschen individuell auf ihrem Weg. Dabei stehen stets die persönlichen Bedürfnisse, Ziele und Ressourcen im Mittelpunkt. Durch die enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Institutionen, Behörden und Beratungsstellen können passgenaue Lösungen entwickelt und Integrationsprozesse nachhaltig begleitet werden.
Der Imagefilm verdeutlicht eindrucksvoll, dass erfolgreiche Integration vor allem durch persönliche Begleitung, Vertrauen und eine gute Vernetzung gelingt. Gleichzeitig würdigt er den Mut und das Engagement der Teilnehmenden, die mit ihren Geschichten anderen Menschen Hoffnung machen und zeigen, dass Integration gelingen kann. Er ist ab sofort auf der Homepage des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Coesfeld abrufbar: https://coe.de/kim. Interessierte können sich dort über die Arbeit des Case Managements informieren und den Film ansehen.
Ein besonderer Dank gilt den Nutzerinnen und Nutzern des Case Managements, die bereit waren, ihre persönlichen Geschichten zu teilen. Sie berichten offen von ihren individuellen Herausforderungen, ihren Erfahrungen in Deutschland und den Erfolgen, die sie mit Unterstützung des Case Managements auf ihrem Integrationsweg erreichen konnten. Ihre authentischen Einblicke machen deutlich, wie wertvoll eine individuelle und bedarfsgerechte Begleitung für eine nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe ist.
Das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) wird durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel des Programms ist es, Integrationsprozesse zu verbessern, bestehende Unterstützungsstrukturen zu vernetzen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte eine individuelle und bedarfsorientierte Begleitung zu ermöglichen.