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Regionale Kooperationen und nachhaltige Wertschöpfung

Meldung vom:

Eine große Gruppe Männer und Frauen steht in einem weißen Raum. Hinter ihnen wird von einem Beamer eine Präsentation an die Wand gestrahlt.

Die Teilnehmenden des ersten Workshops zur „Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland“ setzen auf stärkere regionale Zusammenarbeit, um Recycling und Wiederverwendung von Textilien voranzutreiben. (Bildquelle: Münsterland e.V.)

Alttextil-Kreislauf im Münsterland schließen

Mitteilung des Münsterland e.V.

Wie können gebrauchte Textilien besser wiederverwendet oder recycelt werden? Mit dieser Frage setzten sich kürzlich rund 30 Expertinnen und Experten aus der Textilbranche im Rahmen des Verbundprojekts „Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland“ mit Sitz beim Münsterland e.V. auseinander. Die Beteiligten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und karitativen Organisationen diskutierten beim Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. in Münster in einem ersten Workshop über die aktuelle Lage und erste Lösungen.

„Die Pflicht, Alttextilien getrennt zu sammeln, stellt die bestehenden Systeme europaweit vor enorme Herausforderungen“, erklärte Projektleiter Sebastian Schürmann. „Durch Fast- und Ultra-Fast-Fashion, die auf schnelle und kostengünstige Produktion sowie kurzzeitige Nutzung setzt, wachsen die Mengen, während die Materialqualität sinkt. Gleichzeitig steigen die Logistikkosten und der Anteil an Fremdstoffen in den Containern. Das erhöht den Druck auf die etablierten Sammler massiv. Durch diese veränderten Bedingungen wird es immer schwieriger, tragbare Kleidung weiterzuverkaufen oder zu recyceln – was vor allem die Arbeit der bislang beteiligten karitativen Organisationen stark belastet.“ Die Expertengruppe war sich einig, dass technische Lösungen für das Recycling in der Region bereits existieren. Damit sich diese jedoch wirtschaftlich lohnen, seien verlässliche Mengen an möglichst sauberen sortenreinen Textilien zwingend erforderlich.

In der abschließenden Diskussion stellte sich heraus, dass eine stärkere regionale Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette als wichtige Voraussetzung für das Schließen des Textilkreislaufs im Münsterland angesehen wird. Als zentrale Handlungsfelder nannten die Teilnehmenden mehr Transparenz über anfallende Textilmengen sowie einen besseren Überblick über vorhandene Sortier- und Recyclingkapazitäten in der Region. Darüber hinaus wurde die gezielte Information und Sensibilisierung der Verbraucherinnen und Verbraucher als wichtiger Baustein hervorgehoben, um die getrennte Sammlung und Weiterverwendung von Textilien weiter zu stärken.

Zum Abschluss zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine positive Bilanz der Veranstaltung. Nach ihrer Einschätzung hat der Auftakt verdeutlicht, wie wichtig der branchenübergreifende Austausch ist und welches Potenzial eine engere Vernetzung der regionalen Akteure bietet. Sie sprachen sich dafür aus, den begonnenen Dialog fortzuführen und gemeinsam an praxisnahen Lösungen für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft im Textilbereich zu arbeiten.

Das Projekt „Kreislaufwirtschaftsregion Münsterland“ wird im Rahmen des Programms „Regio.NRW“ mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Federführung liegt beim Münsterland e.V., der mit der FH Münster, der HWK Münster und der IHK Nord Westfalen zusammenarbeitet.

Pressekontakt: Jan Heppner, presse@muensterland.com, 02571 94 93 56

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