Wie sind die Menschen im Kreis Coesfeld unterwegs? Repräsentative Befragung zum Verkehrsverhalten

Tagtäglich sind wir unterwegs. Doch wie genau kommen die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Coesfeld zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen? Welche Verkehrsmittel werden dazu am häufigsten genutzt? Was muss für einen sicheren und attraktiven Radverkehr getan werden? Wie wird das Bus- und Bahnangebot bewertet? Diese und ähnliche Fragen untersucht der Kreis Coesfeld mit Hilfe einer Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten. Die Ergebnisse sollen in die künftige Verkehrsplanung des Kreises und seiner Städte und Gemeinden einfließen. Die Mobilitätsbefragung läuft vom 6. bis zum 22. September.

Vielfältig mobil im Kreis Coesfeld, zum Beispiel mit dem E-Scooter in Bus und Bahn (Bildquelle: Kreis Coesfeld)
Vielfältig mobil im Kreis Coesfeld, zum Beispiel mit dem E-Scooter in Bus und Bahn (Bildquelle: Kreis Coesfeld)

Gut 13.000 Haushalte im Kreis erhalten deshalb in den nächsten Tagen Post vom Landrat. Darin bittet Dr. Christian Schulze Pellengahr die Bürgerinnen und Bürger darum, sich an der Erhebung zu beteiligen: Je mehr Personen mitmachen, desto zuverlässiger werden die Ergebnisse. Helfen Sie mit, die Mobilität im Kreis Coesfeld zu gestalten! Gefragt wird zum Beispiel, wie viele Pkw und wie viele Fahrräder oder Pedelecs es im Haushalt gibt, wie man persönlich die Erreichbarkeit seines Arbeitsplatzes einschätzt oder wie oft man wöchentlich im Homeoffice arbeitet. In einem Wegeprotokoll sollen die einzelnen Haushaltsmitglieder (ab 6 Jahre) ihre an einem bestimmten Tag zurückgelegten Wege dokumentieren, vom Gang zum Bäcker über die Fahrt zur Arbeit, den Weg zum Supermarkt oder ins Fitnessstudio bis hin zum abendlichen Spaziergang. Auch wenn man das Haus an diesem Berichtstag gar nicht verlassen hat, etwa weil man krank oder im Urlaub war, soll das im Wegeprotokoll entsprechend vermerkt werden.

Wir wollen die Mobilität der Zukunft gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern gestalten und noch stärker als bislang auf ihre Bedürfnisse eingehen, erläutert Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Die 13.000 angeschriebenen Haushalte wurden über eine Zufallsstichprobe gezogen; die Größe der Stichprobe sichert die Repräsentativität der Befragung und ermöglicht sinnvolle Ergebnisse auch für die kreisangehörigen Kommunen. Die Städte Coesfeld und Dülmen beteiligen sich an der Haushaltsbefragung mit einer erhöhten Stichprobe, jeweils 3.400 Haushalte werden dort angeschrieben, so dass hier auch aussagekräftige Ergebnisse auf Stadtteilebene erzielt werden können.

Aus den ermittelten Zahlen ergeben sich unter anderem die Anteile der Verkehrsmittel am Gesamtverkehrsaufkommen– der sogenannte Modal Split – und Aussagen zur Zufriedenheit, zu Wünschen und Bedürfnissen der Einwohnerinnen und Einwohner. Interessant sind die Ergebnisse auch im Vergleich zur vorherigen Mobilitätsbefragung im Kreis aus dem Jahr 2016. Wenngleich das Auto mit 57 Prozent aller Wege das dominierende Verkehrsmittel im Kreis war, ergab die Befragung auch einen erfreulich hohen Anteil des Radverkehrs (25 Prozent). 11 Prozent der Wege wurden zu Fuß zurückgelegt, sechs Prozent mit Bus und Bahn, letzteres natürlich vor allem auf längeren Wegestrecken.

Die Erhebung wird durch das Büro Planersocietät aus Dortmund vorgenommen. Jeder per Zufallsstichprobe gezogene Haushalt erhält einen Haushalts-Fragebogen, mehrere Personen-Fragebogen und das Wegeprotokoll. Alle angeschriebenen Haushalte können sich wahlweise online, schriftlich per Post oder telefonisch beteiligen. Damit können wir für jede Person eine geeignete Form zur Beteiligung an der Mobilitätsuntersuchung anbieten, sagt Sophia Middendorf, Expertin für Mobilitätserhebungen bei der Planersocietät.

Die gesetzlichen Anforderungen an den Datenschutz werden streng eingehalten: Die Daten werden anonym ausgewertet und alle personenbezogenen Angaben im Anschluss vernichtet. Erste Ergebnisse werden für das Jahresende erwartet.

Im Zusammenhang mit der Mobilitätsbefragung ruft Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr auch zur Registrierung und Teilnahme am kommit-Mobilitätsforum des Kreises auf. Dort können die Bürgerinnen und Bürger unabhängig von der aktuellen Haushaltsbefragung fortlaufend an Online-Umfragen und Diskussionen zur Mobilität teilnehmen: https://mobilitaetsforum-kreiscoesfeld.dialego.de

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