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Smart Region & Daten

Daten smart nutzen

Digitale Daten können helfen, kommunale Aufgaben besser zu verstehen, Entscheidungen zu unterstützen und neue Lösungen für die Region zu entwickeln. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden baut der Kreis Coesfeld hierfür eine moderne Dateninfrastruktur auf.

Was bedeutet Smart Region?

Smart Region bedeutet, digitale Lösungen nicht nur für einzelne Kommunen zu entwickeln, sondern Herausforderungen gemeinsam über Gemeinde-, Stadt- und Kreisgrenzen hinweg anzugehen.

Viele Themen der Zukunft – von Klimaanpassung und Mobilität über Dateninfrastrukturen bis hin zur Künstlichen Intelligenz – betreffen die gesamte Region. Durch Zusammenarbeit, Wissensaustausch und gemeinsame Projekte können Lösungen entwickelt werden, die einzelne Kommunen oftmals nicht allein umsetzen könnten.

Für den Kreis Coesfeld bedeutet Smart Region deshalb, digitale Technologien gezielt dort einzusetzen, wo sie einen konkreten Mehrwert schaffen und die Zusammenarbeit in der Region stärken.

Daten, Sensoren, digitale Plattformen und Künstliche Intelligenz sind dabei Werkzeuge. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die Kommunen und die gemeinsame Entwicklung einer lebenswerten, vernetzten und zukunftsfähigen Region.

Daten.Nutzen.Machen.

Daten spielen bei vielen Zukunftsthemen eine wichtige Rolle. Sie helfen dabei, Entwicklungen sichtbar zu machen, Zusammenhänge besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Mit dem Projekt Daten.Nutzen.Machen. schaffen der Kreis Coesfeld und seine Städte und Gemeinden eine gemeinsame Grundlage für die Nutzung kommunaler und perspektivisch auch weiterer regionaler Daten. Alle elf Städte und Gemeinden sowie die Kreisverwaltung beteiligen sich an dem Vorhaben.

Das Projekt wird im Rahmen von LEADER gefördert. Antragsteller und Projektpartner ist die Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH (wfc).

Ziel ist es, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, aufzubereiten und für verschiedene Anwendungsbereiche nutzbar zu machen. Dazu gehören Fach- und Geodaten ebenso wie Daten aus Sensoren, LoRaWAN-Netzen und weiteren digitalen Anwendungen.

So können neue Erkenntnisse gewonnen und innovative Lösungen entwickelt werden – beispielsweise in den Bereichen Klima, Umwelt, Mobilität, Energie oder Infrastruktur.

Aktueller Stand

Daten.Nutzen.Machen. startet im Oktober 2026 in die Umsetzungsphase. Nach Abschluss der Vorbereitungen und Vertragsunterzeichnungen beginnt nun die Einführung der gemeinsamen Urbanen Datenplattform.

Zum Projektstart werden die 13 beteiligten Mandanten – die elf Städte und Gemeinden, die Kreisverwaltung und die wfc – auf der Plattform eingerichtet und schrittweise angebunden.

Parallel werden erste konkrete Anwendungsfälle vorbereitet. Dazu zählen unter anderem die Messung von Passantenfrequenzen, die Erfassung des Raumklimas in Büroräumen sowie die Einbindung von Wetterdaten. Weitere Anwendungsfälle werden gemeinsam mit den beteiligten Kommunen entwickelt.

Urbane Datenplattform

Die technische Grundlage hierfür bildet eine Urbane Datenplattform (UDP).

Sie ermöglicht es, Daten aus unterschiedlichen Quellen zu sammeln, zu verknüpfen und übersichtlich darzustellen. Dadurch entsteht ein gemeinsamer Datenraum, der Informationen für Kommunen und weitere Akteure besser zugänglich macht.

Die Plattform soll nicht nur kommunale Prozesse unterstützen, sondern perspektivisch auch Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft einbinden. Unternehmen können dadurch künftig auf offene Daten zugreifen, eigene Sensorik oder Datenquellen einbringen und neue datenbasierte Anwendungen entwickeln.

Die Urbane Datenplattform wird ab Oktober 2026 gemeinsam mit den Städten und Gemeinden im Kreis Coesfeld eingeführt und anschließend kontinuierlich weiterentwickelt.

Von Daten zu konkreten Anwendungen

Die Datenplattform ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist der Nutzen, der daraus entsteht.

Mögliche Anwendungsbereiche sind beispielsweise:

  • Klima- und Wetterdaten
  • Bodenfeuchtemessungen
  • Mobilitäts- und Verkehrsdaten
  • Parkraummanagement
  • Energie- und Gebäudedaten
  • Umwelt- und Infrastrukturdaten

Solche Informationen können dazu beitragen, kommunale Entscheidungen besser zu unterstützen, Ressourcen effizienter einzusetzen und neue digitale Dienstleistungen zu entwickeln.

LoRaWAN und Sensorik

Sensorik und LoRaWAN sind eine von mehreren möglichen Datenquellen für die Urbane Datenplattform.

Über kleine, energieeffiziente Sensoren können beispielsweise Informationen aus der Umwelt, aus Gebäuden oder aus der kommunalen Infrastruktur erfasst und auf der Datenplattform bereitgestellt werden.

Mehrere Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld sammeln bereits Erfahrungen mit entsprechenden Anwendungen. Künftig können diese Daten gemeinsam mit Fach-, Geo- und weiteren Daten auf der Urbanen Datenplattform zusammengeführt und für unterschiedliche Anwendungsfälle genutzt werden.

Gemeinsam lernen und entwickeln

Mit dem Start der gemeinsamen Datenplattform beginnt die nächste Phase der Smart-Region-Aktivitäten im Kreis Coesfeld.

Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden werden Anwendungsfälle entwickelt, umgesetzt und weiterentwickelt. Dabei geht es auch darum, Erfahrungen miteinander zu teilen und erfolgreiche Lösungen so zu gestalten, dass sie von weiteren Kommunen übernommen werden können.

Perspektivisch sollen auch Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft stärker einbezogen werden.

Ziel bleibt, digitale Technologien und Daten dort einzusetzen, wo sie einen konkreten Nutzen schaffen – für Kommunen, Unternehmen, Organisationen und die Menschen in der Region.

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