Es spukt im Münsterland: Startschuss für das Projekt „Schlossgespenst und Gräftengeist“
Projektauftakt auf der Burg Vischering: Die Illustratorinnen, Autorinnen und Mitglieder der Lenkungsgruppe des Projekts „Schlossgespenst und Gräftengeist“ trafen sich in Lüdinghausen. (Foto: Münsterland e.V.)
Mitteilung des Münsterland e.V.
Seit jeher beflügeln Sagen und Legenden die Fantasie der Menschen und enthalten oft einen wahren Kern. Im Mittelalter zogen Minnesänger von Burg zu Burg, um ihre Geschichten vorzutragen – so auch im Münsterland, wo sich an Schlössern und Burgen über Jahrhunderte zahlreiche Erzählungen entwickelt haben. Mit dem Projekt „Schlossgespenst und Gräftengeist“ will sich der Münsterland e.V. gemeinsam mit einigen ausgewählten Schlössern sowie den vier Kreisen diesen Legenden und Sagen widmen und sie neu erlebbar machen.
Die Sagen und Legenden der Region wurden bereits nach einem öffentlichen Aufruf gesammelt und sortiert, mit einer Experten-Jury konnten daraus nun die 30 Geschichten für das erste Teilprojekt „Buch“ ausgewählt werden. Die 30 Illustratorinnen und zwei Autorinnen aus Münster und dem Münsterland, die das Buch umsetzen werden, haben sich am Dienstag gemeinsam mit der Lenkungsgruppe zum Projektauftakt auf der Burg Vischering getroffen.
„Das inszenierte Geschichtenerzählen ist nach wie vor eine effektive Art der Wissens- und Kulturvermittlung. An diese alte Tradition wollen wir anknüpfen“, erklärte Michael Kösters, Bereichsleiter Tourismus beim Münsterland e.V. Das Buch soll im Frühjahr 2027 erscheinen und durch humorvolle Hörspiele ergänzt werden. Das Projekt schließt mit einem großen Schauspiel-Festival im Spätsommer 2027, an dem ein Bühnenprogramm live an den Orten vorgetragen wird, wo die Geschichten einst entstanden sind: direkt an den charakteristischen Schlössern und Burgen des Münsterlandes, die auf diese Weise lebendig gehalten werden. Vorgesehene Aufführorte und gleichzeitig Projektpartner sind Burg Vischering, Burg Hülshoff, DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Museum Abtei Liesborn und das Wasserschloss Raesfeld.
„Unser Ziel ist es, das regionale und hier immaterielle Kulturerbe nachhaltig an ein generationenübergreifendes Publikum zu vermitteln“, sagte Christine Konken, Projektleiterin beim Münsterland e.V.
Gefördert wird das durch den Münsterland e.V. koordinierte Projekt vom RKP – Regionales Kultur Programm NRW, weitere Unterstützung gewährt die LWL-Kulturstiftung.
Pressekontakt: Caroline Bartmann, presse@muensterland.com