Geplante 380-kV-Leitung
Amprion darf weitere private Flurstücke im Kreis Coesfeld betreten
Mitteilung der Bezirksregierung Münster
Die Amprion GmbH darf für Vorarbeiten zur geplanten 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Westerkappeln–Gersteinwerk weitere private Grundstücke in Ascheberg-Herbern und Drensteinfurt betreten. Die Bezirksregierung Münster hat dazu eine Duldungsverfügung für elf Flurstücke im Kreis Coesfeld erlassen.
Die Verfügung tritt am 14. September 2026 in Kraft und gilt für 13 Monate. Sie erlaubt Amprion sowie beauftragten Fachfirmen, die betroffenen Flächen auch ohne Zustimmung der Eigentümerinnen und Eigentümer oder sonstigen Nutzungsberechtigten zu betreten. Dort sollen Tier- und Pflanzenarten kartiert werden.
Die Kartierungen sind Vorarbeiten für die im Bundesbedarfsplan festgeschriebene Höchstspannungsfreileitung zwischen Westerkappeln und dem Gersteinwerk. Amprion ist verpflichtet, die erforderlichen Untersuchungen durchzuführen. Für diese Vorarbeiten besteht nach den gesetzlichen Vorgaben eine Duldungspflicht. Die Bezirksregierung Münster ist dem Antrag des Netzbetreibers daher mit einer Allgemeinverfügung gefolgt.
Der verfügende Teil der Allgemeinverfügung mit den betroffenen Flurstücken wurde am 11. September 2026 im Amtsblatt der Bezirksregierung Münster veröffentlicht. Die vollständige Verfügung einschließlich Karte steht vom 11. September bis einschließlich 15. Oktober 2026 auf der Internetseite der Bezirksregierung Münster bereit: https://url.nrw/brms_verfahren in der Rubrik „Energieleitungen“, Stichwort „Vorarbeiten – 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Westerkappeln – Gersteinwerk“.
Über den Bau der Leitung und den konkreten Trassenverlauf wird erst in einem späteren Planfeststellungsverfahren entschieden. Planfeststellungsbehörde ist die Bezirksregierung Münster. Einen Antrag auf Durchführung dieses Verfahrens hat Amprion bislang noch nicht gestellt. Nach früheren Angaben des Unternehmens könnte dies im Jahr 2028 erfolgen.