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Starke Netzwerke für Familien

Meldung vom:

Zwei Frauen stehen neben einem großen Bildschirm, auf dem eine Präsentation zu sehen ist.

Katja Büsche-Mönig (l.) und Andrea Schmelzer stellten die Aufgaben des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes vor. (Foto: AKHD, Yvonne Steinbuß)

Kreisjugendamt organisiert fachlichen Austausch zur Begleitung trauernder Eltern

Wie können Familien begleitet werden, wenn ihr Kind während der Schwangerschaft oder in den ersten Lebensjahren verstirbt? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich die Arbeitsgruppe „Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren“ des Netzwerkes Chancengerechtigkeit bei ihrem letzten Treffen in der Familienbildungsstätte Lüdinghausen. Im Mittelpunkt des Austauschs stand das Thema „Trauernde Eltern in den Frühen Hilfen“. 

Um die Vielfalt der Unterstützungsangebote sichtbar zu machen, erhielten die teilnehmenden Fachkräfte Einblicke in verschiedene Arbeitsfelder. Vorgestellt wurden die Angebote des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes (AKHD) Lünen und Haltern am See. Der AKHD begleitet Familien mit Kindern und Jugendlichen, die eine lebensverkürzende Erkrankung haben, um ihre Lebensqualität zu verbessern. Für diese Tätigkeit sucht der Hospizdienst aktuell neue Ehrenamtliche, die Interesse an der Begleitung von Familien haben. Zur Vorbereitung startet im März 2027 ein neuer Kurs in Haltern. Interessierte können sich unter suedliches-muensterland@deutscher-kinderhospizverein.de melden.

Im Anschluss stellte Kim Pilz vom Gut Feismann das Sternenkinderhaus in Darup vor. Ulrike Ahlers berichtete von Unterstützungsangeboten für Angehörige von Sternenkindern in den Christophorus Kliniken Coesfeld und Josefine Haustein (Stadt Dülmen) sowie Alex Strompen (donum vitae) informierten über die Sterneneltern-Trauergruppe, die in Dülmen stattfindet. Sternenkinder sind Kinder, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach versterben. Der Begriff wird von vielen betroffenen Eltern als liebevolle Bezeichnung verwendet und soll ihrem Kind einen Platz in der Familie und in der Erinnerung geben.

Monika Heitmann vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Lüdinghausen informierte zudem über das Projekt wellcome. Das Angebot unterstützt Familien mit einem neugeborenen Kind im ersten Jahr nach der Geburt durch praktische Entlastung im Alltag und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung eines guten Starts ins Familienleben.

Das Netzwerktreffen verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure ist. Gerade in belastenden Lebenssituationen profitieren Familien von gut vernetzten Unterstützungsangeboten und kurzen Wegen zwischen den Einrichtungen. Das Jugendamt des Kreises Coesfeld wird den fachlichen Austausch im Rahmen des Netzwerks Chancengerechtigkeit auch künftig fortführen, um Familien frühzeitig und bedarfsgerecht begleiten zu können.

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