Der Abschied vom Bürgergeld und die Umstellung auf das neue Grundsicherungsgeld bescheren auch im Juli 2026 eine konstante SGB II-Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote im Kreis Coesfeld ist im Juli insgesamt um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 % gestiegen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Arbeitslosen im SGB II leicht um 8 Personen, sodass die Arbeitslosenquote im von den Jobcentern betreuten Rechtskreis konstant bei 2,3 Prozent bleibt. Die Mitarbeitenden in den Jobcentern betreuen in Summe Ende Juli 2026 2.923 arbeitslose Personen, davon 1.352 arbeitslose Frauen und 1.571 arbeitslose Männer.
In den Jobcentern des Kreises Coesfeld wurden im Berichtsmonat Juli erstmalig die umfangreichen Rechtsänderungen weg vom Bürgergeld und hin zum neuen Grundsicherungsgeld angewandt. „Eine solche Rechtsumstellung ist in der praktischen Umsetzung mit viel Aufwand verbunden, den die Kolleginnen und Kollegen vor Ort und auch in der Kreisverwaltung gut gemeistert haben“, erläutert Kreisdirektor Dr. Linus Tepe und er fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Bei Rechtsänderungen tritt ja auch langsam ein Gewöhnungseffekt in den Jobcentern ein, schließlich wurde erst vor 3,5 Jahren das Bürgergeld eingeführt.“
Die im Juli nur sehr geringfügigen Veränderungen der Arbeitslosenzahlen im SGB II kommentiert Dr. Tepe mit einem Blick auf die Gesamtarbeitslosenquote: „Insbesondere vor dem Hintergrund der insgesamt gestiegenen Arbeitslosenzahlen im Kreis Coesfeld ist die Konstanz im Bereich der SGB II-Arbeitslosenquote erfreulich.“
Die Gesamtbetrachtung gestiegener Arbeitslosigkeit im Juli zeigt auch, dass die Begleitung arbeitsloser Menschen in den Jobcentern weiterhin eine sehr komplexe Aufgabe ist. „Die Mitarbeitenden in den Jobcentern sind motiviert, sich auch künftig diesen Herausforderungen anzunehmen“, erklärt Dr. Tepe abschließend die Situation.