Antrittsbesuch im Kreishaus:
Erster Landesrat Patrick Bürger (links) mit Kreisdirektor Dr. Linus Tepe (rechts) auf dem Kreishauscampus (Bildquelle: Kreis Coesfeld)
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Rund drei Wochen nach seinem Amtsantritt als Erster Landesrat und Allgemeiner Vertreter des Landesdirektors beim Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) begrüßte Kreisdirektor Dr. Linus Tepe jüngst Patrick Bürger im Kreishaus in Coesfeld. Seit dem 1. September ist der Jurist, der zuvor Leiter der Haupt- und Personalabteilung des LWL war, in dieser Funktion tätig und leitet das Dezernat „Finanzen und Personal“.
In einem guten und vertrauensvollen Gespräch konnten die beiden „Finanzminister“ zahlreiche inhaltliche Themen rund um den Haushalt des LWL mit all seinen Herausforderungen einerseits, aber auch mögliche Ansatzpunkte für eine verstärkte Zusammenarbeit andererseits erörtern. Dabei wurde deutlich: Zwischen Kreis und LWL, insbesondere auch den jeweiligen Zuständigkeiten der beiden Kämmerer, gibt es viele Berührungspunkte und Potenziale, die Zukunft gemeinsam noch besser zu gestalten.
„Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten ist es wichtig, die Dinge gemeinsam in der kommunalen Familie voranzubringen. Es geht darum, unseren Sicherstellungsauftrag in den uns anvertrauten Aufgabenbereichen, vor allem im Bereich der Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen, zu erfüllen und zugleich wirtschaftlich und verantwortungsbewusst im Interesse unserer Mitgliedskörperschaften zu handeln“, so Bürger.
Dies griff auch Dr. Tepe gerne auf und ergänzte: „Für die Mitgliedskörperschaften – und damit am Ende auch für die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld, ist dabei eine hohe Transparenz, insbesondere bei den Haushaltszahlen und finanziellen Entwicklungen, von großer Bedeutung. Umso mehr begrüße und unterstütze ich, dass der bereits eingeschlagene Weg eines engen und vertrauensvollen Dialogs fortgesetzt und weiter intensiviert wird.“
Hinweis:
Der LWL umfasst insgesamt 27 Mitgliedskörperschaften in Westfalen-Lippe, nämlich die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise. Ein Großteil der Aufwendungen im LWL-Haushalt wird für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung eingesetzt. Die Finanzierung des LWL erfolgt im Wesentlichen durch die Landschaftsumlage. Der Kreis Coesfeld hat hiervon im Jahr 2026 rund 83,5 Mio. € zu tragen.
Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 22.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 20 Krankenhäuser, 20 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 114 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.