„Unser Frühstück kommt von hier“
Salat vom Welterhof aus Dülmen: In der Aktionswoche lernen junge Menschen regionale und biologische Lebensmittel kennen und erfahren, welche Produkte aus dem Kreis Coesfeld und dem Münsterland auf dem Frühstückstisch landen können. (Foto: Münsterland e.V./Philipp Fölting)
Aktionswoche macht regionale Bio-Lebensmittel für Kinder erlebbar
Woher kommt eigentlich unser Frühstück? Und was hat ein Frühstück mit Landwirtschaft, regionalen Betrieben und nachhaltiger Ernährung zu tun? Diesen Fragen widmen sich vom 21. bis 25. September 2026 mehrere Einrichtungen im Kreis Coesfeld im Rahmen der Aktionswoche „Unser Frühstück kommt von hier“.
Ziel der Aktionswoche ist es, regionale und biologische Lebensmittel direkt im Alltag von Kindern und Jugendlichen erlebbar zu machen. Das Frühstück bietet dafür einen einfachen und anschaulichen Einstieg: Die teilnehmenden Einrichtungen setzen in dieser Woche verstärkt auf Bio-Lebensmittel aus der Region und zeigen, welche Produkte aus dem Kreis Coesfeld und dem Münsterland auf dem Frühstückstisch landen können.
Mit dabei sind der Kindergarten St. Ludgerus in Coesfeld, das Familienzentrum am Sinnesgarten in Nordkirchen, die DRK-Kita Im Rott in Lüdinghausen, die DRK-Kita Hummelbach in Nottuln sowie das Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld.
Die Aktionswoche ist Teil eines Ansatzes, um die bioregionale Außer-Haus-Verpflegung zu stärken und Bildungseinrichtungen als wichtige Orte für ein nachhaltiges und regionales Ernährungskonzept zu nutzen. Gleichzeitig sollen regionale Wertschöpfungsketten sichtbar gemacht und Kontakte zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Einrichtungen gestärkt werden.
Vom regionalen Produkt zum Frühstückstisch:
Für die teilnehmenden Einrichtungen geht es dabei nicht nur um das gemeinsame Frühstück. Die Aktionswoche bietet die Möglichkeit, die Beschaffung regionaler Bio-Zutaten praktisch zu erproben, neue Bezugsquellen kennenzulernen und Impulse für eine nachhaltigere Speiseplanung zu gewinnen. Auch Fragen rund um Herkunft und Saisonalität können im pädagogischen Alltag aufgegriffen werden.
Begleitend stehen verschiedene kostenfreie Bildungs- und Werbematerialien zur Verfügung. Damit können die Einrichtungen die Aktionswoche beispielsweise durch Angebote zur Ernährungs- und Sinnesbildung, Informationen zu saisonalem Obst und Gemüse oder Materialien für Eltern begleiten.
„Mit der Aktionswoche wollen wir zeigen, dass nachhaltige Ernährung ganz praktisch und alltagsnah beginnen kann. Ein gemeinsames Frühstück bietet viele Möglichkeiten, mit Kindern über Lebensmittel, ihre Herkunft und die Menschen dahinter ins Gespräch zu kommen“, so Juliane Rabe von der Öko-Modellregion Münsterland. Die Aktionswoche soll dazu beitragen, regionale Landwirtschaft und Betriebe sichtbarer zu machen und langfristig nachhaltige Beschaffungs- und Ernährungsroutinen in Einrichtungen zu etablieren. Gleichzeitig erhalten Kinder die Möglichkeit, bewusste Ernährung nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern unmittelbar zu erleben – mit Lebensmitteln, die aus ihrer eigenen Region kommen.
Über die Öko-Modellregion Münsterland:
Im Verbundprojekt „Öko-Modellregion Münsterland“ arbeiten die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie die Stadt Münster unter Leitung des Münsterland e.V. zusammen. Das 2022 gestartete Projekt läuft bis 2028 und stärkt Absatzmärkte für regionale Bio-Produkte und unterstützt beim Aufbau neuer Lieferbeziehungen. So werden Hof- oder Dorfläden, kleinere Supermärkte, Betriebsrestaurants und schulische Mensen bei der bioregionalen Sortimentserweiterung begleitet. Netzwerkveranstaltungen fördern den Austausch und stehen allen regionalen Betrieben offen. Die Landwirtschaftskammer NRW begleitet das Projekt fachlich. Es unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel von 20 Prozent Öko-Flächen-Anteil bis 2030 und wird vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Weitere Informationen: www.ömr.de/muensterland.