Welt-Alzheimertag 2026
„Demenz – (k)eine Frage des Alters“
Weltweit leben schätzungsweise 55 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. In Deutschland sind etwa 1,8 Millionen Menschen betroffen. Bis zum Jahr 2050 wird eine Steigerung der weltweiten Zahl auf voraussichtlich 139 Millionen erwartet. Der Welt-Alzheimertag am 21. September lenkt jedes Jahr die Aufmerksamkeit auf die Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Denn eine Demenz betrifft nicht nur die Erkrankten selbst, sondern verändert auch das Leben aller Menschen in ihrem persönlichen und beruflichen Umfeld. Menschen mit Demenz sind ein fester Teil unserer Gesellschaft. Sie möchten ihren Alltag möglichst lange selbstbestimmt gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Dabei ist Demenz keineswegs ausschließlich eine Erkrankung des hohen Alters.
Der diesjährige Welt-Alzheimertag 2026 steht unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Obwohl die meisten Menschen mit Demenz über 65 Jahre alt sind, können auch jüngere Menschen erkranken. Für sie und ihre Familien bringt dies besondere Herausforderungen mit sich, etwa wenn Betroffenen noch berufstätig sind, Kinder versorgen oder Verantwortung für andere Angehörige tragen. Gleichzeitig verdeutlicht das Motto, Demenz kann jedem in ganz unterschiedlichen Lebensphasen begegnen. Während manche Betroffene lange selbstständig und aktiv bleiben, benötigen andere frühzeitig umfassende Unterstützung. Umso wichtiger sind Verständnis, Geduld und ein offener Umgang mit der Erkrankung. Eine Demenzdiagnose bedeutet keinesfalls das Ende von Lebensfreude, sozialen Kontakten oder gesellschaftlicher Teilhabe.
Wichtig ist, dass es nie zu früh ist, sich mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen. Ein gesunder Lebensstil, soziale Kontakte, geistige Aktivität und medizinische Vorsorge können dazu beitragen, das Risiko einer Demenzerkrankung zu verringern. Gleichzeitig geht es bei Prävention nicht nur um die eigene Gesundheit. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, entwickelt auch ein besseres Verständnis für die Erkrankung und die Menschen, die mit ihr leben.
Die Pflege- und Wohnberatung des Kreises Coesfeld unterstützt Pflegebedürftige und deren Angehörige, die mit einer Pflegesituation konfrontiert sind. Das kostenlose (auch keine Abrechnung mit Pflegekasse) und neutrale Angebot des Kreises Coesfeld berät zu Leistungen der Pflegeversicherung, zur Einstufung durch den Medizinischen Dienst, zu entlastenden Hilfen für pflegende Angehörige, zur Finanzierung häuslicher und stationärer Pflege sowie zu Möglichkeiten wohnumfeldverbessernder Maßnahmen, auch mit dem Schwerpunkt Demenz.
Die Beratungsstelle ist telefonisch unter der Nummer 02541/18-5544 sowie per E-Mail unter pflegeberatung@kreis-coesfeld.de erreichbar. Online finden sich zahlreiche Informationen unter https://menschen-und-pflege.kreis-coesfeld.de. Bei Fragen zur Wohnberatung kann sich direkt an die beratende Architektin unter der Telefonnummer 02541/18-6405 oder per E-Mail unter annette.manai-joswowitz@kreis-coesfeld.de gewandt wenden.
Ergänzend hat die Pflege- und Wohnberatung des Kreises Coesfeld einen umfassenden Pflegewegweiser veröffentlicht. Er bündelt wichtige Informationen zu Pflegeleistungen, gesetzlichen Ansprüchen, Wohnformen im Alter und Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag. Darüber hinaus finden sich Hinweise auf lokale Ansprechpersonen, Netzwerkpartner und Unterstützungsangebote im Kreis Coesfeld. Der Pflegewegweiser ist kostenlos erhältlich und sowohl in gedruckter Form als auch digital verfügbar. Er ersetzt keine persönliche Beratung, kann aber eine erste Orientierung im komplexen Pflegesystem geben.
Kontakt
Pflege- und Wohnberatung Kreis Coesfeld
Schützenwall 18
48653 Coesfeld
Kreishaus II, Raum 228 und 229
Telefon 02541 / 18-5544
E-Mail: pflegeberatung@kreis-coesfeld.de
Foto: Das Team der Pflege- und Wohnberatung des Kreises Coesfeld (Foto: Kreis Coesfeld, Tobias König)