Endlagersuche
Kreis Coesfeld nicht mehr im Fokus der weiteren Untersuchung
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat einen neuen Arbeitsstand im Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle veröffentlicht. Die Suche wird damit deutlich konkreter: Bei der Vorlage der Teilgebiete im Jahr 2020 waren noch rund 54 Prozent der Fläche Deutschlands im Verfahren. Nun werden weniger als fünf Prozent der Bundesfläche weiter vertieft betrachtet.
Der Kreis Coesfeld gehört nicht dazu. Das gesamte Kreisgebiet ist den Kategorien C und D zugeordnet. Aus Sicht der BGE gelten die Flächen damit als gering geeignet (C) beziehungsweise ungeeignet (D) für die weitere Standortsuche.
Die Bewertung zeigt, dass die geologischen Voraussetzungen im Kreis Coesfeld nach derzeitigem Stand nicht zu den aussichtsreichsten in Deutschland zählen. Für die Kommunen, die Bürgerinnen und Bürger sowie die regionale Entwicklung schafft dies Klarheit und Planungssicherheit.
Das Verfahren ist damit noch nicht abgeschlossen. Bis Ende 2027 will die BGE aus den verbleibenden Gebieten Standortregionen für die übertägige Erkundung vorschlagen. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) prüft diesen Vorschlag, anschließend entscheidet der Deutsche Bundestag.
Hintergrund
Grundlage der Bewertungen sind geologische Untersuchungen und Sicherheitsbewertungen auf Basis vorhandener Daten, mit denen die infrage kommenden Gebiete schrittweise eingegrenzt werden. Ziel des Verfahrens ist die Ermittlung des bundesweit sichersten Standorts für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Der Kreis Coesfeld wird die weiteren Verfahrensschritte aufmerksam begleiten und sich bei Bedarf in die vorgesehenen Beteiligungsformate einbringen.
Weitere Informationen: BGE-Pressemitteilung „Die Endlagersuche wird konkreter“ sowie Endlagersuche-Navigator unter www.bge.de.