Engere Verzahnung und kurze Wege
Neues „Netzwerk Pflegeberatung“ im Kreis Coesfeld geht an den Start
Pflegebedürftigkeit stellt Betroffene und ihre Familien vor komplexe Herausforderungen. Damit Pflegebedürftige und Angehörige im Kreis Coesfeld schnell, passgenau und optimal unterstützt werden, haben sich verschiedene Fachakteurinnen und Fachakteure aus der Region zum Auftakttreffen eines neu formierten „Netzwerks Pflegeberatung“ zusammengeschlossen.
Um ein hohes Maß an Unabhängigkeit, verlässliche Qualitätsstandards und eine klare Abgrenzung von Vertriebsinteressen zu gewährleisten, fokussiert sich der Teilnehmerkreis des Netzwerks auf öffentliche, kassenbezogene und freie Träger der unabhängigen Sozial- und Teilhabeberatung. Damit soll sichergestellt werden, dass Ratsuchende eine neutrale Orientierung im teils unübersichtlichen System erhalten, die frei von wirtschaftlichen Eigeninteressen an Versorgungsleistungen ist.
Beim ersten Treffen waren Vertretungen folgender Institutionen dabei:
• das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz
• die Pflege- und Wohnberatung des Kreises Coesfeld
• IKK
• AOK
• die Compass Pflegeberatung
• der Soziale Dienst der Christophorus-Kliniken
• die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Im Mittelpunkt des ersten Treffens standen der fachliche Austausch, die Vernetzung der Akteure sowie die Abstimmung gemeinsamer Qualitätskriterien für eine anbieterunabhängige Beratung.
Von dieser engen Verzahnung profitieren vor allem die betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Durch kurze Dienstwege und eine direkte Abstimmung zwischen den Stellen können Anliegen schneller geklärt werden.
„Unser Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und die Zusammenarbeit der neutralen Beratungsinstanzen zu stärken. Ratsuchende erhalten so eine verlässliche Erstorientierung und können bei Bedarf direkt an die passenden Partner im Pflegesystem weitervermittelt werden“, erläutern die Beteiligten beim Auftakt.
Durch die Verzahnung von klinischer Sozialarbeit, kassen- und kommunalgebundener Beratung sowie spezialisierten Fachstellen bündelt das Netzwerk breites Know-how.
In Zukunft möchte die Runde den Fachaustausch vertiefen, Qualitätssicherungsmaßnahmen vorantreiben und Bürgerinnen und Bürger eine fundierte Wegweisung durch die regionale Versorgungslandschaft bieten.