Franz-Darpe-Preis 2027
GESCHICHTE & COE. Wettbewerb um den Franz-Darpe-Preis 2027
„Geschichte hat nicht nur in Berlin oder Düsseldorf stattgefunden. Auch bei uns im Kreis und in seinen elf Städten und Gemeinden gibt es viele spannende Begebenheiten in der älteren und jüngeren Geschichte, die darauf warten, erforscht und entdeckt zu werden.“Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr
Der Landrat ruft zur Teilnahme auf
Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr
Nach 2018, 2021 und 2024 lobt der Landrat nun zum vierten Mal gemeinsam mit dem Kreisheimatverein Coesfeld e. V. den Förderpreis aus, mit dem gute regionalgeschichtliche Arbeiten prämiert werden. Möglich ist dies durch die Förderung der Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld, die die Hauptpreise gestiftet hat.
Geschichte schreiben ... und dafür einen Preis bekommen
kann jeder, der beim Wettbewerb „Geschichte & COE“ mitmacht. Der Kreis Coesfeld steckt voller Geschichte. Wir möchten, dass sie ans Licht kommt. Deshalb laden wir, der Kreis Coesfeld und der Kreisheimatverein, junge und ältere Menschen ein, sich an dem Wettbewerb um den „Franz-Darpe-Preis für Geschichtsforschung“ zu beteiligen.
PROF. DR. FRANZ DARPE
* 25.09.1842 in Warendorf,
+ 24.04.1911 in Coesfeld
Franz Darpe war das erste von zehn Kindern. Nachdem er am Warendorfer Gymnasium Laurentianum 1860 das Abitur gemacht hatte, studierte er an der Universität Münster klassische Philologie und Geschichte. 1865 wurde er zum Dr. phil. promoviert; gleichzeitig erhielt er die Lehrbefugnis für den Unterricht an höheren Schulen. Stationen seiner Gymnasiallehrertätigkeit waren Rheine, Bochum und schließlich Coesfeld, wo er 1896 Direktor des Gymnasiums Nepomucenum wurde. Daneben machte er sich als Verfasser und Herausgeber historischer Schriften und Quellenforscher der westfälischen Geschichte einen Namen. So gab er das Coesfelder Urkundenbuch heraus und bearbeitete den „Codex Traditionum Westfalicarum“. Er war Mitbegründer und Vorsitzender des „Westfälischen Philologenvereins“. Für sein Wirken erhielt er mehrere hochrangige Auszeichnungen.
Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler sowie Schülergruppen (bis 10 Teilnehmer). Daneben haben Erwachsene aller Altersgruppen (u. a. Studierende) die Möglichkeit zur Teilnahme. Der Wohnsitz muss nicht im Kreis Coesfeld liegen. Für die Bewertung werden drei Gruppen gebildet:
1. Schülerinnen und Schüler sowie Schülergruppen
2. Freizeit- und Heimatforschende
3. Forschende mit geisteswissenschaftlichem Studium
Der Arbeit sollte der Entstehungskontext und eine kurze Beschreibung der Person beigefügt werden.
Wann und wo sind die Arbeiten einzureichen?
Bitte senden Sie rein textbasierte Arbeiten als PDF-Datei an folgende E-Mail-Adresse: archiv@kreis-coesfeld.de.
Für die Übertragung von Audio-, Video- oder sonstigen Beiträgen (inkl. erläuterndem Text) nutzen Sie bitte unsere sichere Datenübertragung (https://sidat.kreis-coesfeld.de) mit folgender Zieladresse: archiv@kreis-coesfeld.de.
Das zugehörige Passwort teilen Sie uns bitte in einer gesonderten E-Mail mit.
Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung ist Marius Schemmann, Tel.: 02541 / 18-9140.
Einsendeschluss ist der 31. August 2027.
Welche Arbeiten können eingereicht werden?
Die Teilnehmenden können Arbeiten einreichen, die seit der letzten Preisverleihung im November 2024 entstanden sind. Prämiert werden Arbeiten zu historischen Themen, die mit dem Kreis Coesfeld als Ganzem, seinen Orten oder Teilregionen zu tun haben. Das Thema der Darstellung ist frei wählbar – ob es dabei z. B. um die Darstellung von Revolutions- und Kriegszeiten im Allgemeinen oder um Einzelaspekte wie Schulgeschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte oder gar um Skandale geht, spielt keine Rolle.
Wichtig ist, dass die Arbeit auf der Basis verlässlicher Quellen dargestellt wird. Die Quellen, die in der Arbeit angegeben werden müssen, schlummern in Archiven, Bibliotheken, bei Heimatvereinen und Privatpersonen. Bei zeitgeschichtlichen Themen können auch mündliche Schilderungen von Zeitzeugen ausgewertet werden.
Wird zusätzlich KI genutzt, muss dies im Einzelfall angegeben werden.
Für Schülerinnen und Schüler/Schülergruppen:
Eingereicht werden können Texte, wie z. B. Facharbeiten, aber auch andere Formate, wie z. B. Ausstellungen, Podcasts oder Theaterstücke.
Textbasierte Arbeiten müssen mindestens 8 Seiten umfassen, Gruppenarbeiten sollten entsprechend umfangreicher sein. Bei anderen Formaten ist es wichtig, dass eine ausführliche Projekt- und Quellendokumentation mit eingereicht wird. Die „Schreiberinnen und Schreiber“ dürfen sich gerne von ihren Lehrerinnen und Lehrern unterstützen lassen.
Für Erwachsene:
Es können schriftliche Arbeiten mit mindestens 12 Seiten vorgelegt werden, bei Kooperationsarbeiten sollten es entsprechend mehr Seiten sein. Arbeiten sollten 80 Seiten nicht überschreiten.
Wer bewertet die Arbeiten?
Bewertet werden die Arbeiten durch eine Jury, die aktuell aus folgenden Personen besteht: Johannes Leushacke (Lehrer), Dr. Stefan Sudmann (Stadtarchiv Dülmen), Prof. Dr. Bernd Walter (ehem. Leiter des LWL-Institutes für westfälische Regionalgeschichte), Dorothea Roters (Kreisheimatverein) und Marius Schemmann (Kreisarchiv).
Welche Preise gibt es?
In jeder der drei Gruppen wird ein Hauptpreis von 1.000 Euro für die beste Arbeit vergeben. Die zwei Nachplatzierten erhalten 500 bzw. 200 Euro. Die Preise werden in einer Feierstunde durch den Landrat des Kreises Coesfeld übergeben.
Preisverleihung Franz-Darpe-Preis im Jahr 2024