Füchtelner Mühle in Olfen nach umfassender Modernisierung wiedereröffnet
Bürgermeister Wilhelm Sendermann, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr sowie Stefan Bölte, Geschäftsführer, und Ursula Kleine Vorholt, Prokuristin der GFC (v.l.n.r.). (Bildquelle: Stadt Olfen)
Mitteilung der GFC
Nach vier Jahren der Sanierung und Modernisierung ist die Wasserkraft- und Stauanlage Füchtelner Mühle in Olfen offiziell wieder im Betrieb. Beim Pressetermin am Mittwoch, 23. September, informierten sich Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Bürgermeister Wilhelm Sendermann gemeinsam mit Stefan Bölte, Geschäftsführer der GFC, und Ursula Kleine Vorholt, Prokuristin der GFC, über den Abschluss des Projekts.
Der Kreis Coesfeld und die Stadt Olfen hatten die denkmalgeschützte Wasserkraft- und Stauanlage im Jahr 2021 erworben. Seitdem tragen sie gemeinsam die Verantwortung für den Hochwasserschutz und die Regulierung des Wasserabflusses in der Stever. Mit der Modernisierung der Wasserkraftanlage sollte zugleich die Grundlage für eine langfristig effiziente Erzeugung erneuerbarer Energie geschaffen werden. Mit der Sanierung und Instandsetzung wurde die Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC) betraut.
Die Füchtelner Mühle wurde umfassend modernisiert und automatisiert. Die beiden vorhandenen Turbinen wurden generalüberholt und mit neuen, verstellbaren Laufrädern ausgestattet. Dadurch lässt sich die Leistung der Turbinen besser an die vorhandene Wassermenge anpassen. So können sie auch bei Niedrigwasser noch zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Ziel ist es, die Anlage möglichst ganzjährig zur Erzeugung regenerativen Stroms zu nutzen und diesen in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen.
Auch die weitere technische Ausstattung der Anlage wurde erneuert. Die veraltete Schalt- und Steuereinrichtung sowie die in die Jahre gekommenen Wehrtafeln wurden ausgetauscht. Bei der Begutachtung der tragenden Konstruktion der Stauanlage wurden zudem erhebliche Schäden am Mittelpfeiler festgestellt. Dieser musste daher grundlegend saniert werden.
Durch die bessere Anpassung an die vorhandenen Wassermengen verringern sich insbesondere bei Niedrigwasser die Stillstandszeiten der Anlage. Die jährlich erzeugte Strommenge soll dadurch um mehr als 11 Prozent steigen.
Die Modernisierung verbindet technische Weiterentwicklung mit der nachhaltigen Nutzung der historischen Wasserkraftanlage. Gleichzeitig bleiben die natürlichen Wasserabflüsse in der Stever aber entscheidend dafür, wie viel Strom tatsächlich in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.
Mit der Modernisierung ist die Füchtelner Mühle für die kommenden Jahre technisch neu aufgestellt. Sie wird künftig einen Beitrag zur Erzeugung regenerativer Energie leisten und zugleich den Hochwasserschutz sowie die Regulierung des Wasserabflusses in der Stever gewährleisten.
Auch Besucherinnen und Besucher können die Füchtelner Mühle künftig besichtigen. Nach vorheriger Terminvereinbarung mit der GFC besteht die Möglichkeit, die modernisierte Anlage vor Ort kennenzulernen.
Kontakt für Rückfragen:
Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC)
Borkener Straße 13
48653 Coesfeld
Redaktion: Nadine Klein
E-Mail: nadine.klein@kreis-coesfeld.de
Über die Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH
Die Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC) ist ein privatrechtliches Unternehmen des Kreises Coesfeld, der zugleich alleiniger Gesellschafter ist.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 übernimmt die GFC als Tochtergesellschaft des Kreises zentrale Aufgaben zur Förderung regenerativer Energien im Kreisgebiet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Aufbereitung und Verwertung von Biogas aus der Vergärung von Bioabfällen aus den Haushalten des Kreises Coesfeld. Damit leistet die GFC einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und regionalen Energieversorgung.
Weitere Informationen unter www.gfc-coesfeld.de.