Fuß- und Radverkehr stärken
Dr. Christian Schulze Pellengahr (links) begrüßte die AG „Kreise in der AGFS NRW“ im Coesfelder Kreishaus (Bildquelle: Kreis Coesfeld)
AG „Kreise in der AGFS NRW“ zu Gast in Coesfeld
Kreise sind bei der Organisation der Nahmobilität – hierzu zählen das Zufußgehen und das Radfahren – mit anderen Herausforderungen konfrontiert als kreisangehörige Städte und Gemeinden. Aufgrund dieser Tatsache hat sich die AG „Kreise in der AGFS NRW“ gegründet, welche am 7. Oktober 2026 im Coesfelder Kreishaus zu Gast war. Gemeinsam besprachen Vertreterinnen und Vertreter der fünfzehn teilnehmenden Kreise, wie der Fahrrad- und Fußverkehr weiter gestärkt werden können.
Die AG ist Teil der „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V.“ (AGFS NRW), die sich für die Förderung von Rad- und Fußverkehr einsetzt. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der auch Präsidiumsmitglied der AGFS NRW ist, lobte in seinem Grußwort die Bestrebungen zur interkommunalen Zusammenarbeit. „Gerade jetzt, wo sich die Haushaltslage vieler Kreise verschärft, ist der Austausch über Herausforderungen aber auch positive Beispiele besonders sinnvoll. Die AGFS bietet bei Fragen rund um Investitionen in den Radverkehr dankenswerterweise immer eine große Unterstützung.“
Bei dem Treffen im kleinen Sitzungssaal des Kreishauses gab es neben Impulsen zu kommunenüberschreitenden Kooperationen auch einen kritischen Austausch über den aktuellen Stand des landesweiten Radvorrangnetzes. Nach einem thematischen Fokus auf die Stärkung des Fußverkehrs und einem Erfahrungsaustausch zum sogenannten „Poller-Erlass“ des Landes NRW hatten die Projektleitenden noch die Möglichkeit, selbstgewählte Themen vorzustellen und zu diskutieren. Hierzu zählten etwa die zunehmenden Unfallzahlen mit Beteiligung von E-Scootern.
Der Kreis Coesfeld ist seit 2016 Mitglied der AGFS und ergreift regelmäßig Maßnahmen, um die Mobilität abseits des Autoverkehrs zu stärken. Hierzu zählen beispielsweise der jährliche Radaktionstag, die jährliche kreisweite Stadt- und Schuldaden-Kampagne, der Ausbau von Radwegen entlang von Kreisstraßen sowie die Koordinierung der Umsetzung des kreisweiten Radverkehrskonzeptes.