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„Mobil bleiben — im Alltag und in der Freizeit“

Meldung vom:

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen präsentieren gemeinsam ein Konzept zur Verbesserung der Mobilität in Lüdinghausen.

Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Teilhabebeiräten, Verkehrsunternehmen und Bürgerbusvereinen diskutierten die Mobilität von Seniorinnen und Senioren sowie mobilitätseingeschränkten Menschen (Foto: Kreis Coesfeld)

Nächste Beteiligungsworkshop zum zielgruppenorientierten Mobilitätsmanagement im Kreis Coesfeld

Bei einem weiteren wichtigen Meilenstein im Beteiligungsprozess zum zielgruppenorientierten Mobilitätsmanagement im Kreis Coesfeld drehte sich am Mittwoch, 23. September, alles um die Mobilität von Seniorinnen und Senioren sowie mobilitätseingeschränkten Menschen. Die Workshop-Teilnehmer diskutierten hierzu auf dem Alten Hof Schoppmann in Darup, welche Angebote es bereits in unseren elf Städten und Gemeinden gibt, was schon gut funktioniert, aber auch wo weiterhin Barrieren bestehen und vor allem: Was muss sich in den nächsten Jahren verändern?

Eine zentrale Erkenntnis des Tages klingt zunächst ganz banal, ist für die Mobilitätsplanung aber enorm wichtig: Fast jede Mobilität beginnt und endet mit einem Fußweg. Der Weg von der Haustür zur Bushaltestelle. Zum Bürgerbus. Zum Bahnhof. Zum Fahrrad. Und zurück. „Deshalb müssen wir den Fußverkehr auch bei uns im ländlichen Raum weiter in den Blick nehmen. Sichere, barrierearme und gut erreichbare Wege sind keine Nebensache. Sie entscheiden mit darüber, ob Menschen vor Ort und dann darüber hinaus selbstständig mobil sein können“, erläutert Kreisdirektor Dr. Linus Tepe, der selbst an dem Workshop teilnahm. So war ein konkretes Ergebnis der gemeinsamen Arbeit, die Durchführung sogenannter „Fußverkehrs-Checks“ in den Städten und Gemeinden weiter auszurollen. 

Im weiteren Verlauf sammelten die Teilnehmenden aus Verwaltung, Politik, Teilhabebeiräten, Verkehrsunternehmen und Bürgerbusvereinen weitere bereits bestehende Angebote und kamen zu dem Schluss, dass unterschiedlichste Akteure bereits vielfältige Angebote machen: Pedelec-Trainings, App-Schulungen, Rikscha-Fahrdienste, Bus-Trainings, Rollator-Schulungen und vieles mehr. Die bestehenden Angebote sollten jedoch künftig noch stärker bekannt gemacht und miteinander vernetzt werden, so der Wunsch der Teilnehmenden. 

Besonders deutlich wurde auch, welche großartige Arbeit die Bürgerbusvereine im Kreis Coesfeld leisten: „Sie sorgen nicht nur dafür, dass Menschen von A nach B kommen. Sie schaffen Begegnung, Verlässlichkeit und persönlichen Kontakt. Gerade für ältere Menschen sind die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer oftmals auch ein wichtiger sozialer Anker“, betont Tepe.

Ebenfalls diskutiert wurden Möglichkeiten, Pkw-Stellplätze in den Ortszentren für mobilitätseingeschränkte Menschen freizuhalten, die kein Anrecht auf einen Behindertenparkplatz haben. Denkbar wäre dies beispielsweise über „faire Parkplätze“ ähnlich der rechtlich nicht verbindlichen Frauenparkplätze in Parkhäusern.

Die Ergebnisse des Workshops fließen in das Programm der für Februar 2027 geplanten Mobilitätskonferenz und die Mobilitätsstrategie des Kreises ein. Wer sich in den weiteren Beteiligungsprozess einbringen möchte, findet alle wichtigen Termine und den Zugang zur Online-Bürgerbefragung unter www.coe-mobil.de. 

Förderhinweis: Das Projekt „Strategie für ein zielgruppenorientiertes Mobilitätsmanagement im Kreis Coesfeld“ wird über die Bezirksregierung Münster aus Mitteln des Landeshaushalts Nordrhein-Westfalen gefördert.

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