Wunderkinder und Bohémiens
Quintett Spark präsentiert freigeistiges Programm
Um künstlerische Freigeister geht es in dem Programm, mit dem das Quintett Spark am 22. November 2026 um 18:00 Uhr in der Oranienburg auftritt. Passend zum Wunderkinder-Jahresthema der Schlosskonzerte Nordkirchen sind dabei auch Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und seinem weiblichen Pendant Maria Theresia Paradis (1759-1824) zu hören. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der ebenso freigeistigen Kunstszene im Paris des frühen 19. Jahrhunderts: Das mit dem ECHO Klassik-prämierte Ensemble entführt seine Zuhörerinnen und Zuhörer in die schillernde Welt der Bohème, dem Zuhause der Kunstschaffenden, Idealisten und Individualisten, Freigeister und Visionäre.
Teufelstanz und Walzerseligkeit, Grand Opéra und Gassenhauer, Militärmarsch und Rhapsodien – eingefangen auf Sparks ungewöhnlichem Instrumentarium aus Blockflöten, Melodica, Violine, Viola, Violoncello und Klavier, was laut der Wiener Zeitung für „erfrischende Klangwelten“ sorgt. Eine Bühnenmusik von Léo Delibes weckt Alte-Musik-Reminiszenzen. Puccinis Oper „La Bohème“ trifft auf das gleichnamige Chanson von Charles Aznavour. Bizets Carmen, die in ihrem Freiheitsbestreben und ihrer ungezügelten Leidenschaft eine Bohemienne durch und durch verkörpert, wird in einer völlig neuen „Carmen-Fantasie“ in Szene gesetzt. Selten Gehörtes darf man mit Stücken von Giacomo Meyerbeer oder Ernest Krähmer entdecken. Spark legt einen weiteren Schwerpunkt des Programms auf Frauen in der Musik. So erklingen neben Werken der Spark-Flötistin Andrea Ritter auch Kompositionen von Pauline Viardot, ein Auftragswerk von Elena Kats-Chernin oder Sparks Hommage an die US-amerikanische Singer-Songwriterin Patti Smith. Eine der vorgestellten Frauen ist die österreichische Pianistin und Komponistin Maria Theresia Paradis – Wunderkind und weibliches Äquivalent zu Wolfgang Amadeus Mozart. Der wiederum ist mit zwölf Variationen in C-Dur über das Lied „Ah, vous dirai-je, Maman“, KV 265, vertreten. Schließlich werden die Meisterwerke von gestern mit Klängen von heute verknüpft, wenn es vom Paris der 1830er-Jahre zunehmend in Sparks eigene Bohème geht. Dort gibt es traditionelle Roma-Melodien in einer feurigen Suite von Adam Ilyas Kuruc, Eigenkompositionen der Spark-Mitglieder, aber auch neue Auftragswerke, unter anderem von Sebastian Bartmann, zu hören.
Spark besteht aus Andrea Ritter (Blockflöte), Daniel Koschitzki (Blockflöte und Melodica), Stefan Balazsovics (Violine und Viola), Isabel García Castro (Violoncello) und Christian Fritz am Klavier. Tickets zum Preis von 24,- EUR und 21,- EUR (ermäßigt) sind zu beziehen über: https://www.nordkirchen.de/tourismus/ticket-service/schlosskonzertreihe